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Wolfshund - die einzelnen Rassen im Überblick

Möchten Sie sich einen Wolfshund als Haustier zulegen, dann sollten Sie wissen, dass es mehrere Rassen gibt. Wie sich die einzelnen Wolfshund-Rassen unterscheiden, erfahren Sie in dieser Anleitung.

Der irische Wolfshund ist die bekannteste Rasse.
Der irische Wolfshund ist die bekannteste Rasse. © Günther_Alois / Pixelio

Der Irische Wolfshund als größter Hund der Welt

  • Der Irische Wolfshund ist ein sehr großer und imposanter Hund. Die Hündin muss laut Rassenbestimmung über 70 cm Stockmaß aufweisen und der Rüde sollte über 80 cm Schulterhöhe aufweisen.
  • Seinen Ursprung hat der Irische Wolfshund bereits in der Antike. Dort machte man sich seine enorme Schnelligkeit zunutze und setzte ihn bei der Wolfsjagd ein. So entstand auch sein Name. In dieser Rasse ist also kein Wolf eingezüchtet.
  • Der irische Wolfshund ist der Rasse der Windhunde zugeordnet. Das Wesen dieser Rassen besticht durch den hohen Laufdrang inklusive sehr hohem Jagdtrieb draußen, aber gleichzeitig sind diese Hunde im Haus sehr ruhige Vertreter ihrer Rassen. Bei entsprechender körperlicher und geistiger Auslastung können diese Hunde auch problemlos als Familienhunde gehalten werden. 

Ein russischer Wolfshund - der Barsoi als Rassenportrait

  • Auch der Barsoi gehört zu den Rassen der Windhunde und erreicht ähnliche Größen wie der Irische Wolfshund. Sein Aussehen ähnelt aber mehr dem typischen Windhund mit einer langen schmalen Nase und einem sehr dünnen Aussehen.
  • Der Barsoi hat einen sehr ausgeprägten Jagdtrieb, sodass Sie ihn kaum im Wald und auf dem freien Feld ableinen können. Das ist auch der Grund, warum in Deutschland immer mehr Hunderennbahnen und Windhundfreiläufe eröffnet wurden. 
  • Der russische Wolfshund kann auch problemlos als Familienhund gehalten werden. Allerdings sollten Sie wissen, dass Vertreter dieser Hunderassen von Natur aus etwas scheu im Hinblick auf fremde Menschen und fremden Situationen sind.

Die Wolfhunde sind echte Hybriden

  • Bedenken Sie bitte, dass die Züchtung der Rassen, in denen ein Hund mit einem Wolf gekreuzt wird - ein sogenannter Hybride - in Deutschland verboten ist.
  • Der Holländer Leendert Saarloos wollte in den 50er Jahren einen "besseren" Deutschen Schäferhund züchten und verpaarte einen Schäferhund mit einem Wolf. So entstand beispielsweise der Saarloos-Wolfhund.
  • Aus einem ähnlichen Grund entstand 1955 der Tschechoslowakische Wolfhund. Der Deutsche Schäferhund sollte für den Dienst an der Grenze "verbessert" werden.

Bei einem Hund dieser Hybrid-Rassen müssen Sie mit Folgendem rechnen:

  • Diese Hunde sind es gewohnt, in freier Wildbahn und im Rudel zu leben. Bei einer Einzelhaltung im Zwinger werden Sie sehr schnell einen Problemhund bekommen.
  • Die meisten Rassen weisen eine sehr imposante Erscheinung und ein Körpergewicht von mehr als 40 kg auf. Wenn Sie sich für eine solche Rasse interessieren, sollten Sie auf jeden Fall körperlich und mental in der Lage sein, diesen Hund zu führen.
  • Sie sollten sich ebenfalls sehr gut mit den Wesensmerkmalen der Wölfe vertraut machen, um den Hund artgerecht zu erziehen. Diese Hybrid-Hunderassen sind auf keinen Fall "Anfängerhunde". 

Hunderassen, in denen "Wolfshund" (mit "s") vorkommt, sind in der Regel Hunde, die zur Jagd auf Wölfe gezüchtet wurden.
Hunderassen, in denen nur "Wolfhund" (ohne "s" zwischen Wolf und Hund) vorkommt, sind mit einem echten Wolf eingekreuzt und dementsprechend schwer zu erziehen.

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