Was Sie benötigen:
  • Baugenehmigung

Windräder für den privaten Gebrauch werden von vielen Herstellern angeboten. Es gibt sie in verschiedenen Größen und mit sehr unterschiedlichen Leistungen. Sie können auf einem Dach oder auf dem Boden installiert werden. Je nach Größe und Wohnort ist hierfür möglicherweise eine Baugenehmigung erforderlich.

Die Funktionsweise eines Windrads

  • Ein Windrad besteht aus einem Mast, auf dem die Nabe mit den Rotorblättern befestigt ist, einem Generator und der dazugehörigen Technik und dem Netzanschluss, mit dem der Strom zum Haus oder in das öffentliche Stromnetz geleitet wird.
  • Von den Rotorblättern wird die Windenergie aufgenommen und in Rotationsenergie umgewandelt. Der Generator wandelt diese in elektrische Energie um, danach macht ein Wechselrichter aus der Gleichspannung eine Wechselspannung und speist den Strom in das Stromnetz ein.
  • Wichtig ist natürlich ein guter Standort, wo auch entsprechende Windverhältnisse herrschen. Besonders die Küstengebiete oder eine Höhenlage sind gut für die Aufstellung eines Windrads geeignet.

Die Baugenehmigung für die eigene Stromerzeugung

  • In vielen Orten ist für ein Windrad mit einer Gesamthöhe von unter zehn Metern keine Baugenehmigung erforderlich, in anderen Orten dagegen müssen alle Windräder genehmigt und die gesetzlichen Auflagen erfüllt werden. Auskunft erteilt die Bauaufsichtsbehörde oder die Gemeindeverwaltung.
  • Auch wenn die Zustimmung der Nachbarn nicht erforderlich ist, ist es trotzdem ratsam, mit ihnen vor dem Bau eines Windrades zu sprechen, damit es später nicht zu Streitigkeiten kommt.
  • Für die Geräuschentwicklung gibt es, besonders für nachts, Obergrenzen. Sie können ebenfalls bei der Bauaufsichtsbehörde in Erfahrung gebracht werden.

Das geeignete Windrad zur Stromerzeugung 

  • Windräder sind in fast jeder Größenordnung erhältlich. Entscheidend beim Kauf ist die Leistung bei der Stromerzeugung. Sie wird in Kilowattstunden angegeben, bezieht sich dabei aber immer auf eine bestimmte Windgeschwindigkeit. Oftmals werden recht hohe Windgeschwindigkeiten vorausgesetzt, die dann in der Realität nicht erreicht werden. Für ein kleines Windrad auf dem eigenen Grundstück kann man von einer Windgeschwindigkeit von etwa vier bis zwölf Metern pro Sekunde ausgehen.
  • Weiterhin wird die Leistung in Bezug auf die Fläche der Rotorblätter angegeben. Zur Zeit liegt der Durchschnittswert, der technisch machbar und realistisch ist, bei etwa 300 Watt pro Quadratmeter.
  • Soll das Windrad das ganze Haus mit Strom versorgen, reicht ein Blick auf die letzte Stromrechnung, um zu erfahren, welche Leistung nötig ist.
  • Bei den großen Windkraftanlagen hat sich inzwischen die Version mit zwei oder drei Flügeln als die effizienteste Bauart bewährt, das gleiche gilt auch für das kleine Windrad.
  • Der Generator sollte gegen Kurzschluss gesichert sein und die Gehäuse sollten für Wartung und Reparatur leicht zugänglich und zu öffnen sein.
  • Bei der Installation auf dem Hausdach kann es zu Vibrationsgeräuschen im Haus kommen, daher ist ein Nebengebäude oder eine Garage besser geeignet.
  • Gebogene Rotorflügel verursachen im Allgemeinen weniger Lärm als gerade Flügel.
  • Im Lieferumfang des Windrades sollte auch der Wechselrichter enthalten sein, denn Windrad und Wechselrichter müssen unbedingt zueinanderpassen, um den Strom ins Netz einspeisen zu können.
  • Ob sich eine Einspeisung in das öffentliche Netz finanziell lohnt, erfährt man bei den lokalen Stadtwerken.