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Windkraftanlagen für Einfamilienhaus - Hinweise

Windenergie gilt als umweltfreundlich. Doch wenn Windkraftanlagen gigantische Ausmaße haben, regt sich Widerstand. Dabei geht es durchaus einige Nummern kleiner. Denn Kleinwindräder liefern auch bei wenig Wind Strom. Sie lassen sich problemlos im Garten neben einem Einfamilienhaus errichten oder auf dessen Dach montieren. Wie sieht es mit der Effizienz aus?

Kleinwindkraftanlagen sind aus rein wirtschaftlicher Sicht nicht besonders effizient.
Kleinwindkraftanlagen sind aus rein wirtschaftlicher Sicht nicht besonders effizient.

Noch vor einigen Jahrzehnten gehörten kleine Windräder zum typischen Ortsbild von Dörfern. Mitte des 19. Jahrhunderts waren sie sogar die Hightech-Anlagen an sich.

Windkraftanlagen brauchen einen windreichen Aufstellort

  • Ihre Aufgabe war meist, Wasser zu pumpen. Auch zur Stromerzeugung wurden einige genutzt. Das Aufstellen der Windräder gestaltete sich problemlos. Irgendwelche Proteste sind nicht bekannt.
  • Die Windkraftanlagen des 21. Jahrhunderts reichen bis in Höhen von 200 Meter und mehr. Mit den historischen Windrädern haben sie kaum etwas gemein. Bürger sehen gesundheitliche Risiken durch Lärm und Schattenwurf. Mehr und mehr verlagert sich die Sympathie daher hin zu kleinen Windrädern. 
  • Die Anschaffung einer privaten Windkraftanlage macht natürlich nur so lange Sinn, wie Wind zur Verfügung steht. An einer eher windgeschützten Stelle sollte sich ein Windrad als Fehlinvestition erweisen.

Windturbine am Einfamilienhaus betreiben

  • Eine genaue Projektprüfung vor dem Kauf - insbesondere eine Windmessung und Ertragsprognose - ist notwendig. Man sollte nicht von zu positiven Winderwartungen ausgehen. Windenergie lässt sich nicht so zuverlässig vorhersagen wie Sonnenenergie. Die Preise für kleine Komplettanlagen beginnen bei etwa 3.000 Euro. Möglicherweise müssen Sie auch viel tiefer in die Tasche greifen.
  • Je kleiner Sie Ihr Projekt dimensionieren, desto ineffizienter wird das Ganze. Geld verdienen werden Sie nicht. Stromkosten zu sparen sollte Ihnen dennoch gelingen.
  • Das Windrad auf dem Dach am Einfamilienhaus ist trotz fehlender Effizienz dennoch sinnvoll. In windreichen Gegenden kann der Stromertrag bei kleinen Windkraftanlagen ein bis zwei Megawattstunden Strom im Jahr ausmachen. Das reicht aus, um den Energiebedarf einer mehrköpfigen Familie zu 10 bis 20 Prozent zu decken.

Lohnen soll sich die Windturbine am Einfamilienhaus erst bei einer Projektgröße von mehr als fünf Kilowatt Nennleistung. Ideal ist hierbei, wenn der Strom zum großen Teil selbst verbraucht wird.

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