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Wie schnell wächst Efeu?

Auf die Frage, wie schnell Efeu wächst, heißt die Antwort: sehr schnell. Hat die Kletterpflanze sich erst etabliert, kann sie zur Plage werden.

Efeu hat das Haus vollständig überwuchert.
Efeu hat das Haus vollständig überwuchert.

Efeu gehört zu den Kletterpflanzen und ist ein sogenannter Selbstklimmer. Das bedeutet, dass die Pflanze mit ihren Haftorganen selbsttätig an Flächen haftet. Für eher bequeme Hobbygärtner hört sich das grundsätzlich gut an, denn auf eine Rankhilfe kann verzichtet werden. Doch was so positiv erscheint, hat auch einige Nachteile.

Efeu, der schnelle Bodendecker

Efeu lässt sich sehr leicht vermehren. Es genügen ein winziger Steckling, konstante Bodenfeuchtigkeit und etwas Geduld. Nach einigen Wochen hat der Steckling ausreichend Wurzelwerk gebildet und widmet sich nun seinem Wachstum.

Anfangs noch zaghaft, wächst die Pflanze unter guten Bedingungen bereits im Folgejahr kräftig. Dabei macht sie kaum Unterschiede zwischen Flächen- und Höhenwachstum. Ab sofort ist weder das sie umgebende Erdreich vor ihr sicher noch ein steil aufragendes Hindernis. Efeu wächst schnell in alle Richtungen und breitet sich dabei zusehends aus.

Im Gartenbeet sollten Sie bald eingreifen und die Pflanze zurückschneiden. Tun Sie das nicht, ist ein Beet, schneller als Ihnen vermutlich lieb ist, bodendeckend bewachsen. Wer schon versucht hat, ein überwuchertes Beet restlos von Efeu zu befreien, weiß, wie widerspenstig und vermehrungswütig diese Pflanze ist.

Schäden durch die Pflanze entstehen unbemerkt

Grundsätzlich ist eine Wandbegrünung mit Efeu eine praktische Angelegenheit. Die Pflanze wächst - je nach Sorte - schnell bis sehr schnell und verlässlich. Sie benötigt wenig Pflege, keine Rankhilfe und dient als natürlicher Wärmeschutz. Diese positiven Eigenschaften machen so lange Freude, bis der Efeu, oder ein großer Teil davon, entfernt werden muss.

Der kletterfreudige Efeu ist nicht nur eine Heilpflanze, sondern in Gärten und an …

Nach einem Radikalschnitt wird sichtbar, wie kräftig sich die Haftwurzeln am Mauerwerk festgesaugt haben. Das ernüchternde Ergebnis bei einem intakten Fassadenanstrich: Die Pflanze liegt am Boden, die Haftorgane kleben auf der Wand. Sie zu entfernen ist sehr mühsam. Ist die Fassadenfarbe unter dem Efeu marode, führt das Abreißen der Pflanze zu weiteren Schäden.

Wie alle selbstklimmenden Pflanzen ist Efeu außerdem ein Lichtflieher. Nicht, dass die Pflanze das Licht allgemein scheut, aber ihre Triebspitzen streben in Richtung Dunkelheit. Die Triebe fühlen sich zum Beispiel an einem Haus in Mauerfugen, Ritzen und unterhalb von Dachkonstruktionen besonders wohl und entwickeln sich dort weiter.

Sind frische Triebe ungehindert in Spalten gekrochen, werden Sie große Mühe haben, diese Pflanzenteile restlos zu entfernen. Das ist die gute Nachricht. Die Schlechte: Möglicherweise hat der eingewachsene Efeu bereits eine Konstruktion unterwandert und gesprengt oder Dachziegel angehoben.

Efeu wächst auch kontrolliert

Die Gefahren ungehinderten Efeuwachstums können Sie nun abschätzen. Angst müssen Sie vor dieser ausdauernden Kletterpflanze dennoch nicht haben.

Entscheiden Sie sich für diese Wandbegrünung, untersuchen Sie vor der Pflanzung penibel den Untergrund. Die Fassadenfarbe sollte qualitativ gut sein, sicher haften und weder abblättern noch gerissen sein. Risse, Löcher und Spalten im Mauerwerk müssen verschlossen werden. Auf der Wand dürfen keine Wärmedämm- oder sonstige Platten angebracht sein, da Efeu sie hinterwandert.

Behalten Sie ab sofort das Wachstum der Pflanze fest im Auge. Sobald Triebspitzen sich in Richtung Fenster, Dach oder Regenrinne aufmachen, ist Zeit für Leiter und Gartenschere. Je nach Sorte und Witterung sogar mehrmals im Jahr. Zu Ihrer Beruhigung: Auch wenn Efeu wintergrün ist, während der kalten Jahreszeit wächst es nicht weiter.

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