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Wichteln einmal anders - so gelingt ein Überraschungswichteln

Wichteln ist ein alter Brauch, bei dem in der Vorweihnachtszeit in größeren Gruppen Geschenke ausgetauscht werden. Sie können den Brauch sehr traditionell gestalten oder auch einmal ganz anders.

Organisieren Sie das Wichteln einmal anders.
Organisieren Sie das Wichteln einmal anders.

Was Sie benötigen:

  • Papiertüten oder Umschläge
  • Karton

Tradition des Wichtelns

  • In der ursprünglichen Form  war es so, dass dem Beschenkten das Geschenk heimlich bis zu einem verabredeten Termin zugesteckt wurde. Daher auch der Name - das Geschenk wurde von einem Wichtel, also der Sagengestalt, jemandem in die Tasche gezaubert.
  • Heute ist es eher üblich, dass die Personen, die beim Wichten mitmachen wollen, Lose ziehen. So erfahren die Beteiligten, wen Sie beschenken müssen. Der Schenkende weiß also, wen er beschenkt, der Beschenkte weiß es meist nicht. Manchmal folgt eine Raterunde bzw. es wird nachträglich gesagt, wer ein Geschenk von wem bekommen hat.
  • Ein Nachteil bei dieser Form des Wichtelns ist, dass in Gruppen, in denen es eine starke Cliquenbildung mit großen Sympathien und Antipathien gibt, dieses auch bei der Auswahl der Geschenke zu spüren sein wird. Sie können den Ablauf auch einmal anders gestalten, sodass auch der Schenkende nicht weiß, für wen das Geschenk ist.

So geht es einmal ganz anders

Diese Art das Wichtelns einmal anders zu organisieren bietet sich immer an, wenn es besondere Freund- oder Feindschaften in der Gruppe gibt, also für Gruppen, die nicht freiwillig zusammen sind, wie Schulklassen oder Arbeitskollegen. Da niemand weiß, wer das Geschenk bekommt, können weder Sympathien nicht Antipathien bei der Auswahl der Geschenke eine Rolle spielen.

  1. Jeder Teilnehmer bastelt oder kauft bis zu fünf Geschenke, die er nett verpacken soll. Diese Geschenke werden an einem bestimmten Tag zum Wichteln mit genommen. Legen Sie einen Wert fest, den ein Geschenk maximal haben darf, dieser sollte recht klein sein.
  2. Die schön verpackten Geschenke werden dann einzeln in Papiertüten oder Umschläge gegeben. Diese Umschläge kommen dann in einen Karton. Jetzt weiß niemand, welches Geschenk in welchem Umschlag ist, man kann also auch die eigenen Päckchen nicht erkennen.
  3. Nun darf sich jeder Teilnehmer so viele Geschenke aus dem großen Pool nehmen, wie er selber hineingegeben hat. Wer also drei Geschenke gegeben hat, bekommt auch nur drei, wer fünf gab, darf sich fünf Geschenke nehmen.
  4. Wenn die Geschenke verteilt sind, werden diese ausgepackt. Sie erfahren also erst, wenn Sie die Tüte aufmachen, was darin ist. Da es bei dieser Art des Wichtelns immer vorkommen kann, dass man das eigene Geschenk bekommt, wird sich jeder große Mühe geben, etwas Schönes für das Wichteln zu verwenden.

So klappt das Überraschungswichteln per Post

  1. Falls sich die Teilnehmer nicht treffen können, organisieren Sie das Wichteln per Post. Lassen Sie sich alle Geschenke zuschicken, verpacken sie diese wie beschrieben, aber versiegeln Sie die Umschläge zusätzlich. Nehmen Sie sich keine Geschenke heraus, weil Sie sonst die Gelegenheit hätten, sich etwas rauszusuchen, was nicht Sinn des "mal-anders"-Wichtelns ist.
  2. Senden Sie nun das Paket an den ersten Teilnehmer, dieser nimmt die Anzahl Geschenke heraus, die ihm zusteht. Dann schickt er das Päcken an den nächsten Teilnehmer. Das geht so lange, bis das Päckchen wieder bei Ihnen ist. Sie bekommen die Geschenke, die noch drin sind.

Wie erwähnt: Wenn Sie das Wichteln einmal anders organisieren, verhindern Sie, dass Teilnehmer absichtlich hässliche Geschenke auswählen, um jemanden zu ärgern oder für Freunde etwas besonders Schönes aussuchen.

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