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Was ist ein Bausparvertrag?

Für viele Bürger ist das Bausparen hierzulande eine sehr gute Möglichkeit, die eigene Immobilie zu finanzieren. Aber auch wenn Bausparen bekannt ist, fragen sich noch viele Menschen:"Was ist ein Bausparvertrag und wie funktioniert er?" Grundsätzlich gibt es einige Hauptfragen zum Thema Bausparen, die relativ leicht zu beantworten sind.

Mit dem Bausparen zum eigenen Haus
Mit dem Bausparen zum eigenen Haus

Welche Merkmale das Bausparen auszeichnet

Die Frage, was ist ein Bausparvertrag, lässt sich am einfachsten beantworten, indem die verschiedenen Merkmale des Bausparens erläutert werden.

  • Grundsätzlich handelt es sich bei einem Bausparvertrag, auch als BSV abgekürzt, um einen Vertrag mit einer Bausparkasse, der im Grunde aus zwei Teilen besteht. Der erste Teil des Vertrages ist ein Sparvertrag und der zweite Teil besteht aus einem optionalen Darlehensvertrag, wenn der Bausparer ein Bauspardarlehen nutzen möchte.
  • Der BSV wird von den vielen Bausparkassen in Deutschland angeboten und oftmals auch von Banken offeriert, die mit der jeweiligen Bausparkasse im Verbund zusammenarbeiten. Das Bausparen kann sowohl dem reinen Sparen dienen als auch der Kombination aus Sparen und einer späteren Finanzierung.
  • Besonders gut geeignet ist der BSV dann, wenn sich der Bausparer sicher ist, später eine Immobilie zu kaufen oder zu bauen. Denn in erster Linie ist das Bausparen dazu gedacht, sowohl das spätere Guthaben als auch das günstige Bauspardarlehen in eine Immobilienfinanzierung einzubinden.

Wie das Vorgehen beim Bausparvertrag ist

Bausparer sollten sich nicht nur mit der Frage beschäftigen, was ist ein Bausparvertrag, sondern sich vor dem Abschluss des Vertrages auch über die übliche Vorgehensweise informieren.

  • Wichtig zu wissen ist, dass ein BSV nicht zur spontanen Immobilienfinanzierung genutzt werden kann. Denn der Vertrag muss in der Regel aufgrund der sogenannten Mindestsparzeit mindestens 18 Monate laufen, bevor das zinsgünstige Darlehen zur Auszahlung kommen kann.
  • Der prinzipielle Ablauf sieht beim Bausparen so aus, dass der Kunde einen Vertrag abschließt und zunächst Beiträge in den Vertrag einzahlt. Die Sparbeiträge können monatlich und regelmäßig, oder auch unregelmäßig gezahlt werden. Wenn der BSV nach einiger Zeit eine bestimmte Bewertungszahl erreicht hat, die sich aus Spardauer und Guthaben ergibt, kann der Bausparer das Bauspardarlehen abrufen, wozu er jedoch nicht verpflichtet ist. Nimmt er das Bauspardarlehen in Anspruch, wird dieses im Folgenden in monatlichen Kreditraten nebst Zinsen zurückgezahlt.
  • Im Zusammenhang mit dem Bausparen sollten Sie auch die Kosten beachten, die auf Sie zukommen können. Zum einen fällt in der Regel eine Abschlussgebühr an, die mit den ersten Sparraten „verrechnet“ wird. Zudem müssen natürlich auch Zinsen gezahlt werden, wenn das Bauspardarlehen später in Anspruch genommen wird. Auf der anderen Seite können viele Bausparer eine staatliche Förderung erhalten, wie zum Beispiel die Wohnungsbauprämie.
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