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Warum den Röntgenschein machen? - Informationen zum Strahlenschutzkurs

Der Röntgenschein bietet in einigen Berufen gewisse Vorteile. Wenn Sie in einem medizinischen Beruf tätig sind, haben Sie bei Bewerbungen unter Umständen bessere Chancen, wenn Sie einen Röntgenschein machen, da er eine Zusatzqualifikation ist und Sie besser einzusetzen sind.

Zur Bedienung ist der Röntgenschein notwendig.
Zur Bedienung ist der Röntgenschein notwendig.

Den Röntgenschein erwerben

  • Ein Röntgenschein kann zur Voraussetzung werden, wenn Sie in einer Arztpraxis oder im Krankenhaus arbeiten und dort mit Röntgengeräten in Kontakt kommen. Ihr Arbeitgeber wird Ihnen dann zur Auflage machen, den Röntgenschein zu machen.
  • Besteht Ihr Arbeitgeber darauf, dass Sie den Röntgenschein machen, wird er in der Regel die Kosten dafür übernehmen.
  • Sie dürfen nur Röntgengeräte bedienen, wenn Sie entsprechend dafür ausgebildet sind und Ihr Arbeitgeber, also ein Arzt oder Zahnarzt, Sie dabei beaufsichtigt.
  • Ein solcher Kurs dauert 90 Stunden, ist meistens auf fünf Monate verteilt und findet an den Wochenenden statt.
  • Wenn Sie sich für einen Kurs einschreiben, werden Sie in Theorie und Praxis unterrichtet. Der Theorieteil nimmt dabei im Allgemeinen ein Drittel, der Praxisteil zwei Drittel der Zeit ein.
  • Im theoretischen Teil lernen Sie die gesetzlichen Regelungen, therapeutische Anwendungen, den Umgang mit radioaktiven Stoffen, die Dosierung für Patienten und physikalisch-technische Grundlagen.
  • Obwohl Sie als medizinische Fachangestellte bereits viel über Anatomie wissen, müssen Sie den Bereich Skelett- und Muskelsystem wiederholen, wenn Sie den Röntgenschein machen.
  • Im ausführlichen Praxisteil üben Sie in Gruppen, Röntgenbilder zu erstellen. Wichtig ist dabei, dass die Qualität der Bilder stimmt, sodass sie vom Arzt ausgewertet werden können.
  • Auch Notfallmaßnahmen, falls es zu Komplikationen oder Zwischenfällen beim Röntgen kommt, werden im Kurs besprochen.
  • Den Röntgenschein müssen Sie alle fünf Jahre auffrischen, da er sonst erlischt.

Fachkunde im Strahlenschutz machen

  • Sind Sie approbierter Arzt, können Sie die Fachkunde Strahlenschutz machen. Sie ist für Sie wichtig, wenn Sie eine Röntgenuntersuchung anfordern wollen und dafür den Röntgenschein ausfüllen müssen.
  • Um diese Fachkunde zu erhalten, müssen Sie an einer anerkannten Stelle eine entsprechende Ausbildung absolvieren. Außerdem müssen Sie Praxiserfahrung und verschiedene Kurse zur Weiterbildung nachweisen.
  • Zu den Kursen, die Sie absolvieren müssen, gehören die Bereiche Strahlenschutz, Röntgendiagnostik, Computertomografie und Interventionsradiologie.
  • Anerkannte Kurse können Sie an verschiedenen Kliniken, Organisationen, dem TÜV oder technischen Universitäten machen.
  • Befinden Sie sich im Angestelltenverhältnis, fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob er die Kosten für diese Zusatzqualifikation übernimmt. Als selbstständiger Arzt müssen Sie selbst für die Kosten aufkommen.
  • Wie beim Röntgenschein für medizinische Fachangestellte muss die Fachkunde im Strahlenschutz nach fünf Jahren aufgefrischt werden.
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