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Vermiculiteplatten richtig verlegen - so wird's gemacht

Vermiculiteplatten gewinnen aufgrund ihrer zahllosen positiven Eigenschaften immer stärker an Bedeutung. Auch im Brandschutz werden sie immer wichtiger. Die Verarbeitung und Verlegung der Platten ist gar nicht so schwer und auch für Anfänger problemlos möglich.

Kleiden Sie Kamine mit Vermiculiteplatten aus.
Kleiden Sie Kamine mit Vermiculiteplatten aus.

Vermiculiteplatten als Wärmedämmung nutzen

  • Natürlicher Glimmerschiefer wird zunächst zu einem Granulat verarbeitet und anschließend zu Platten gepresst. Diese können Sie in Ihrem Eigenheim vielfältig nutzen. Gegenüber anderen Dämmmaterialien weist Vermiculite viele Vorteile auf. So ist es unverrottbar, gegenüber Pilzen und Ungeziefer beständig und ungiftig. Zudem werden bei der Verarbeitung viel weniger Stäube freigesetzt, als bei anderen Stoffen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie bei dem Umgang mit Vermiculite immer geschlossene Kleidung und einen Mundschutz tragen. Die Verarbeitung sollte nur in Räumen erfolgen, die nicht kühler als 10 Grad sind.
  • Sie können Vermiculiteplatten sowohl als Wärme-, als auch Schalldämmung einsetzen. Nachdem Sie eine Tiefengrundierung auf die Platten aufgetragen haben, um die Saugfähigkeit zu verringern, können Sie das Aussehen ganz leicht verändern, beispielsweise drüberfliesen, Farbe auftragen oder tapezieren. Warum also nicht mal Vermiculiteplatten statt Eierkartons für das Musikzimmer nutzen?
  • Schneiden Sie die Platten mithilfe einer Kreis- oder Handsäge auf das gewünschte Maß zu und legen Sie sie an die gewünschte Stelle. Zum Verkleben sollten Sie speziellen Vermiculitkleber nutzen. Tragen Sie den Kleber mit einem Zahnspachtel auf die Platte auf und drücken die Platte an die Wand. Anschließend sollten Sie die Platten mit grobgewindigen Schrauben - zum Beispiel Spaxschrauben - noch weiter fixieren. Die Schraubenlänge muss mindestens dem Doppelten der Plattendicke entsprechen.

Feuerraumauskleidung selbst erneuern

  • Haben Sie Ihren Kamin im Dauerbetrieb? Experten empfehlen, dass die Feuerraumauskleidung alle drei Jahre ausgewechselt wird. Dies können Sie ganz leicht selbst machen. Auch wenn Sie von Schamottesteinen auf Vermiculiteplatten umsteigen möchten, ist dies problemlos möglich.
  • Weist die Feuerraumauskleidung Risse auf und ist bereits der darunter liegende Metallkorpus sichtbar, müssen Sie eine neue Auskleidung einbauen. Vermiculite ist ein schlechter Wärmeleiter, sodass Sie mit den Platten eine höhere Verbrennungstemperatur erreichen, als mit Schamottesteinen. Zudem sind die Platten meist günstiger im Einkauf. Halten Sie Ausschau nach Kamin-Reparatursets; diese enthalten Brandschutzplatten in verschiedenen Abmessungen.
  • Nehmen Sie die alten Platten oder die Steine heraus. Da sie nicht verklebt sind, geht das ganz schnell. Wenn Ihr Kamin schon Mineralplatten hatte, brauchen Sie die Maße nur auf die neuen Platten übertragen. Sind Aussparungen nötig, können Sie diese mithilfe einer Bohrmaschine und einer Handsäge vornehmen. Anschließend sollten Sie mit einer Feile alle Ecken nachbearbeiten und scharfe Kanten entgraten.
  • Nun setzen Sie die Platten in umgekehrter Reihenfolge wieder in Ihren Kaminofen ein.
  • Achten Sie zukünftig darauf, dass Sie die Holzscheite nicht heftig in den Ofen werfen, um die Brandschutzplatten nicht zu beschädigen. Da die Oberfläche der Platten mit der Zeit brüchig wird, müssen sie regelmäßig ausgetauscht werden.

Vermiculite ist der Baustoff der Zukunft, da er vollkommen natürlich und gesundheitlich völlig unbedenklich ist. Zudem ist er meist sehr viel günstiger, als andere Dämm- oder Brandschutzmaterialien.

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