Je nachdem, ob eine Verkäuferin beispielsweise in Nordrhein-Westfalen oder in Brandenburg tätig ist, kann ihr Tarifgehalt sehr unterschiedlich ausfallen. Denn im Osten der Republik sind auch die Gehälter im Einzelhandel noch niedriger als im Westen.

Tarifgehalt im ostdeutschen Einzelhandel

  • Im brandenburgischen Einzelhandel fängt das Tarifgehalt in der untersten Gehaltsgruppe beispielsweise bei 1.520 Euro an (ab September 2012), in der obersten Gehaltsgruppe beginnt es bei 3.090 Euro (ab September 2012).
  • Gleiches gilt für Thüringen, Sachen, Sachen-Anhalt und den Osten von Berlin.
  • Die Gehälter steigen jedoch je nach Beschäftigungsdauer bzw. Tätigkeitsjahr. Bei mehr als vier Jahren sind es beispielsweise in der untersten Gehaltsgruppe schon 1.900 Euro, in der obersten Gehaltsgruppe nach mehr als fünf Jahren schon mehr als 4.000 Euro. In diese Dimensionen wird jedoch eine einfache Verkäuferin kaum vorstoßen.

Die Gehälter im Westen sind höher

  • Auch im Einzelhandel sind die Gehälter in den westdeutschen Bundesländern noch höher.
  • Der für Nordrhein-Westfalen geltende Lohn- und Gehaltstarifvertrag sieht insgesamt neun Lohn- und Gehaltsgruppen vor. 
  • Je nach Anzahl der absolvierten Berufsjahre steigt auch das Tarifgehalt einer angestellten Verkäuferin. Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass nach der absolvierten zweijährigen Ausbildung zur Verkäuferin das erste Berufsjahr als zurückgelegt gilt, nach einer dreijährigen Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau gelten das erste und das zweite Berufsjahr als zurückgelegt.
  • Im dritten Berufsjahr beträgt das Tarifgehalt nach der Ausbildung 1.765 Euro (Stand: 2012), im sechsten Berufsjahr immerhin schon 2.248 Euro.
  • Wer sich im Einzelhandel bis zum hauptamtlichen Personalausbildungsleiter hocharbeitet, kann sogar über 4.000 Euro verdienen.

Ein Tarifgehalt im Einzelhandel verspricht keine Reichtümer. Immerhin handelt es sich jedoch auch nicht um einen Niedriglohnsektor - vorausgesetzt die Tariflöhne werden auch gezahlt.