- 01.02.2011 Daniela Leder
Die strukturierte Inhaltsangabe besteht aus zwei Teilen. Die Grundregeln entsprechen denen einer normalen (referierenden) Inhaltsangabe:
- Zeitform ist das Präsens.
- Der Stil ist informierend und verzichtet auf Ausschmückungen und eigene Wertungen.
- Der Text sollte sprachlich eigenständig sein.
- Zitate gehören nicht in die strukturierte Inhaltsangabe, Aussagen des Autors müssen in indirekter Rede wiedergegeben werden.
Die Einleitung einer Inhaltsangabe
- Am Anfang der strukturierten Inhaltsangabe steht die Überblicksinformation.
- Diese ist eine erweiterte Einleitung und sollte, sofern bekannt, folgende Elemente umfassen: den Titel des Textes, Erscheinungsdatum und Erscheinungsort, die Gattung des Textes (zum Beispiel Kommentar), den Autor des Textes und Informationen über seine Person (z. B. Beruf/gesellschaftlicher Status, geistige/politische/weltanschauliche Orientierungen und Haltungen) soweit für das Textverständnis hilfreich, Thema und Inhalt des Textes, den Schreibanlass für die Abfassung des Textes (zum Beispiel ein aktuelles Ereignis oder ein biografischer Hintergrund), Zeitumstände individueller und gesellschaftlicher Natur und den Adressatenkreis bzw. die Zielgruppe (zum Beispiel Fachpublikum).
Der strukturierte Hauptteil
Der Hauptteil einer strukturierten Inhaltsangabe gibt den Inhalt des Textes wieder, wobei neben dem reinen Inhalt der Textaufbau und der Gedankengang des Textes erkennbar werden sollen. Für die Erstellung des Hauptteils sind folgende Überlegungen hilfreich:
- Um den inhaltlichen Aufbau des Textes zu erfassen, sollten Sie ihn zunächst in Sinnabschnitte unterteilen.
- Um den Gedankengang des Textes zu erfassen, ist es hilfreich, sich die Struktur eines argumentativen Textes klarzumachen. Ein argumentativer Text stellt normalerweise zunächst eine These auf. Die These wird dann mit Argumenten begründet. Beispiele veranschaulichen die Argumente. Schließlich wird eine Schlussfolgerung gezogen.
- Die Sinnabschnitte und die argumentative Struktur des Textes sollten in einer Gliederung herausgearbeitet werden.
- Um die argumentativen Elemente in der Niederschrift zu verdeutlichen, eignen sich sogenannte redekennzeichnende Ausdrücke. Dies sind Ausdrücke, die die Absicht eines Autors mit einer Aussage darstellen, zum Beispiel „behaupten“ (These), „begründen“ (Argument), „veranschaulichen“ (Beispiel), „folgern“ (Schlussfolgerung) usw.
- Man könnte also etwa folgendermaßen formulieren: „Der Text lässt sich in ... Abschnitte unterteilen. Im ersten Abschnitt behauptet der Autor... Dies begründet er mit... Er veranschaulicht dies anhand von... Daraus folgert er...“