Die Frage nach steuerlichen Vergünstigungen ist beim Hauskauf von großem Interesse. Seit 2006 gibt es nach dem Wegfall der Eigenheimzulage zwar keine direkte finanzielle Beteiligung mehr, doch als künftige Immobilienbesitzer können Sie Vater Staat weiterhin an den Kosten beim Hausbau oder beim Hauskauf beteiligen. 

Hauskauf bei Eigennutzung in der Steuererklärung

Immobilien, bestimmte Aufwendungen abzusetzen. Dabei ist es unerheblich, ob Sie Hauskäufer, Bauherr, Vermieter oder Eigenheimbesitzer sind. Alle können sparen, wenn auch in höchst unterschiedlichem Ausmaß. Die steuerlichen Sparpotenziale sollten Sie kennen, damit Sie sie im Rahmen der Steuererklärung tatsächlich nutzen können.

  • Welche Kosten Sie bei der Steuererklärung absetzen können, hängt in erster Linie von der Nutzung ab. Es macht einen großen Unterschied, ob Sie die Immobilie selbst nutzen oder vermieten. Ein privater Hauskauf erhält bei Eigennutzung vom Finanzamt den Status einer Privatsache. Das bedeutet, dass zumindest Anschaffungskosten nicht steuerlich geltend gemacht werden können. 
  • Hier sollten Sie sich über Alternativen der staatlichen Wohnförderung, wie zum Beispiel Wohn-Riester oder KfW-Programme, zur optimalen Gestaltung der Baufinanzierung informieren.
  • Als Hausbesitzer erlaubt Ihnen der Gesetzgeber, jedes Jahr einen bestimmten Betrag an Handwerkerleistungen und haushaltsnahen Dienstleistungen abzusetzen.
  • Bei einem Eigenheim werden Handwerkerleistungen anerkannt, pro Jahr bis zu 1.200 Euro der Arbeitskosten (reine Lohnkosten). Auch haushaltsnahe Dienstleistungen (Pflege des Gartens, Haushaltsreinigung) sind für Sie als Eigenheimbesitzer bis zu 4.000 Euro steuerlich absetzbar (Stand 2012).

Steuersparmöglichkeiten bei Vermietung eigener Immobilien

  • Kaufen Sie ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude, können Sie die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erhaltung von der Steuer absetzen. Auch Aufwendungen, die Ihnen durch den Umbau des Kaufobjektes zu einem behindertengerechten Haus entstehen, können Sie in der Steuererklärung angeben.
  • Mitunter unterstützt die Wohnungsbauförderung ausgewählter Bundesländer den Hauserwerb in bestimmten Stadtteilen (Sanierungsgebieten). Dann können Sie häufig zumindest einen Teil der Immobilienkosten steuerlich geltend machen.
  • Wenn Sie den Hauskauf zum Zwecke der Vermietung vornehmen, können Sie in jedem Fall die kompletten Anschaffungskosten abzüglich der Grundstückskosten geltend machen. Das geschieht im Rahmen der steuerlichen Abschreibung der Immobilie über einen langen Zeitraum (Neubauten 50 Jahre lang 2 Prozent pro Jahr). Generell sind in der Steuererklärung solche Kosten von der Steuer absetzbar, die mit einer Vermietung von Gebäuden oder Wohnungen zusammenhängen.

Bedenken Sie beim Hauskauf, dass dabei gesparte Steuern ein schöner Nebeneffekt von Investitionen sind. Doch auch die Vermieter bekommen nichts geschenkt. Ihre Einnahmen müssen sie sofort versteuern, die Ausgaben dürfen sie über einen längeren Zeitraum verteilt geltend machen.