Das Verhütungsmittel entfernen

  • Wenn Sie Ihre Spirale entfernen lassen wollen, sprechen Sie mit Ihrem Gynäkologen den richtigen Zeitpunkt für dieses Vorhaben ab.
  • Muss die Spirale lediglich nach dem üblichen Zeitraum von etwa fünf Jahren entfernt werden, da die Wirksamkeit nachlässt, kann dies prinzipiell zu jedem Zeitpunkt erfolgen.
  • Möchten Sie sich danach eine neue Spirale einsetzen lassen, um auch in den folgenden Jahren geschützten Geschlechtsverkehr zu haben, wird meistens der Zeitpunkt der Regelblutung abgewartet, um dann zu wechseln. In dieser Phase können Sie nicht schwanger werden.
  • Wird aus persönlichen Gründen ein anderer Termin als die Regelblutung zum Entfernen der Spirale ausgewählt, sollten Sie in der Woche vor dem Termin bei Geschlechtsverkehr zusätzlich mit einem Kondom verhüten. Da Spermien einige Tage in der Gebärmutter der Frau überleben können, könnte es sonst nach dem Entfernen zu einer Befruchtung kommen.
  • Lassen Sie sich die Spirale am Anfang der Regelblutung ziehen, hat dies außerdem den Vorteil, dass Sie sofort mit anderen hormonellen Verhütungsmitteln wie der Pille beginnen könnten.
  • Haben Sie keine Angst davor, wenn Ihnen die Spirale entfernt wird. In den meisten Fällen verspüren Frauen nur ein leichtes Ziehen. Wenn Sie in der Vergangenheit starke Krämpfe oder Schmerzen dabei hatten, fragen Sie Ihren Gynäkologen nach der Möglichkeit einer kurzen Narkose.

Gründe gegen die Spirale

Wenn die Spirale gut sitzt und keine Nebenwirkungen auftreten, bleibt die Spirale meistens fünf Jahre sitzen. Es kann allerdings Umstände geben, unter denen es besser ist, wenn Sie sich die Spirale wieder entfernen lassen.

  • Haben Sie eine Kupfer-Spirale, können Ihre Regelblutung und die damit verbundenen Menstruationsbeschwerden stärker werden. Je nachdem, wie stark die Beschwerden ausfallen, sollte die Spirale entfernt werden.
  • Bei einer Hormon-Spirale können durch die Hormone Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Akne, sexuelle Unlust oder Depressionen auftreten. Sind die Beschwerden zu heftig, sollten Sie überlegen, auf eine hormonfreie Verhütungsmethode zu wechseln.
  • Möglich ist, dass die Spirale verrutscht ist und sich dies bei Ihnen durch Krämpfe oder Schmerzen äußert. Dies passiert besonders in den ersten Tragemonaten oder während der Regelblutung. Häufig merken Frauen es allerdings nicht, wenn die Spirale verrutscht. Da die verhütende Wirkung dann allerdings nachlässt, sollten Sie regelmäßig anhand des Bändchens überprüfen, ob es zu Veränderungen gekommen ist. Zwei Mal pro Jahr sollte Ihr Frauenarzt den Sitz der Spirale überprüfen. Unter Umständen muss Ihr Gynäkologe die Spirale entfernen.
  • Eventuell gehören Sie zu den Frauen, die seit dem Tragen einer Spirale vermehrt an Unterleibsinfektionen leiden. Sicherlich hat Ihr Arzt Ihnen Medikamente gegen die Entzündungen gegeben. Heilen die Infektionen dennoch nicht ab oder kehren schnell wieder, kann es ratsam sein, die Spirale entfernen zu lassen.
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