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Sonntagszeitungen in Deutschland - Wissenswertes

Ein gemütlicher Sonntag in Deutschland: Für Millionen Menschen gehört eine dicke Zeitung unbedingt dazu. Vor allem Berufstätige in Vollzeit, die von Montag bis Freitag oder sogar Samstag nicht in Ruhe schmökern können, schätzen dieses Ritual am letzten Tag der Woche. Sonntagszeitungen liegen trotz der digitalen Nachrichtenflut aus dem Internet absolut im Trend.

Sonntägliche Gemütlichkeit mit Zeitung.
Sonntägliche Gemütlichkeit mit Zeitung. © D._Braun / Pixelio

Das Besondere an Sonntagszeitungen

  • Sonntagszeitungen beinhalten außer aktuellen Nachrichten aus Deutschland und dem Ausland grundsätzlich etwas andere Themenschwerpunkte als eine Tageszeitungsausgabe an einem normalen Werktag. Meistens wird die Sonntagsausgabe nicht von der gleichen Redaktion erstellt wie die Wochentags- und Samstagsausgaben.
  • Am Wochenende haben berufstätige Zeitungsleser mehr Zeit zum Schmökern als unter der Woche. Das wissen die Zeitungsmacher und richten sich mit den sonntäglichen Inhalten darauf ein, Ihnen ein besonderes Lesevergnügen zu bereiten: mit ausführlichen Reportagen und Wissensartikeln zu den Themen Kultur, Reisen, Sport, Wissenschaft, Freizeit, Unterhaltung, Familie, Politik und Wirtschaft.
  • Mit der speziellen Themenzusammenstellung wird recht erfolgreich neues Publikum erreicht. Die FAS (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) beispielsweise hat einen deutlichen Zuwachs von jüngeren Lesern und Frauen festgestellt.

Die größten Sonntagszeitungen in Deutschland

  • Die höchste verkaufte Auflage mit rund 1,3 Millionen verkauften Exemplaren in Deutschland (Stand: 1. Quartal 2012) erreicht die „Bild am Sonntag“ (kurz: „BamS“) von der Axel Springer AG.
  • An zweiter Stelle steht die „Sonntag Aktuell“ als Sonntagsausgabe von insgesamt 46 Tageszeitungen in Südwestdeutschland wie unter anderem der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten. Die verkaufte Auflage lag Anfang 2012 bei rund 880.000 Exemplaren.
  • Die „Welt am Sonntag“ (kurz: „WamS“), ebenfalls von der Axel Springer AG, gab die verkaufte Auflage Ende 2010 mit knapp über 400.000 Exemplaren bekannt. Gleich danach folgt mit einer verkauften Auflage von gut 360.000 Exemplaren (Stand: 4. Quartal 2011) die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (kurz: „FAS“) als sonntägliche Ausgabe der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.
  • Keine Sonntagsausgabe gibt es übrigens von der auflagenstarken „Süddeutschen Zeitung“. Die Macher haben einige Jahre lang an einem entsprechenden Konzept gearbeitet. Inzwischen wurde von der Realisierung aus Kostengründen aber wieder Abstand genommen.
  • Zu den vielzähligen, in ganz Deutschland verbreiteten Sonntagszeitungen mit allgemeinem Informationsgehalt gesellen sich unter anderem auch Kirchenzeitungen, wie beispielsweise die „Katholische SonntagsZeitung“ aus der Mediengruppe Sankt Ulrich GmbH in Augsburg. Die bundesweite Kombi-Ausgabe „Katholische SonntagsZeitung für Deutschland + Neue Bildpost“ wird in einer Auflage von etwa 70.000 Exemplaren gedruckt. Dazu kommen Regionalausgaben für Berlin, Regensburg und Augsburg.
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