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Siedetemperatur von Alkohol - Hinweise

Den geringsten Siedepunkt hat Methan, Wasser weist den höchsten Siedepunkt auf. Wie aber steht es mit Alkohol? Welche Siedetemperaturen sind für ihn gültig und was genau ist eigentlich der Siedepunkt, was die Siedetemperatur und was der Sättigungsdruck?

Alkohole haben einen vergleichsweise hohen Siedepunkt.
Alkohole haben einen vergleichsweise hohen Siedepunkt.

Was die Siedetemperatur ist

  • Die Siedetemperatur oder auch Sättigungstemperatur ist neben dem Siedepunkt eine von zwei Größen, die den Siedepunkt von Reinstoffen bestimmen. Der Siedepunkt wiederum meint den Zeitpunkt, an dem ein Stoff vom Festzustand in den Gaszustand übergeht, soll heißen an dem er verdampft.
  • So ist die Sättigungs- oder Siedetemperatur ein thermodynamischer Begriff für die Temperatur, bei der unter anderem eine Flüssigkeit ihre Maximaltemperatur erreicht, ohne jedoch zu kochen. Beginnt eine Flüssigkeit zu kochen und zu verdampfen, so hat sie demnach die Sättigungstemperatur überschritten und den Siedepunkt erreicht. 
  • Zwischen Siedetemperatur und Sättigungsdruck als maßgebende Größen für den Siedepunkt einer Flüssigkeit besteht dabei ein Zusammenhang. So gilt grundsätzlich, je höher der Sättigungsdruck, desto höher auch die Sättigungs- oder Siedetemperatur.

Zum Siedepunkt von Alkohol

  • Der Siedepunkt on Alkohol liegt deutlich unter dem von beispielsweise Wasser. Alkohol ist bereits verdunstet, wenn das Wasser den Siedepunkt erreicht. So liegt die Siedetemperatur des Alkohols bei etwa 80 Grad Celsius, während die von Wasser bei ganzen 100 Grad Celsius liegt. Der Grund für den Siedepunkt von Alkohol ist in seiner chemischen Struktur zu suchen.
  • So hängt der Siedepunkt des Alkohols maßgeblich mit seinen intermolekularen Wasserstoffbrückenbindungen zusammen. Auch, wenn der Siede- und Schmelzpunkt von Alkohol verglichen mit dem des Wassers niedrig erscheint, ist er das grundsätzlich nicht, viel eher ist er als relativ hoch zu bezeichnen. Kohlenwasserstoffe beispielsweise weisen deutlich niedrigere Siedepunkte auf.
  • Im Alkohol findet eine asymmetrische Elektronenverteilung statt, weil der enthaltene Sauerstoff Elektronen stärker anzieht als der enthaltene Wasserstoff oder der Kohlenstoff. Die Elektronen verteilen sich also asymmetrisch über die C-O-H Bindungen, was schließlich als polare Bindungsformung bezeichnet werden kann und zur Herausbildung eines molekularen Dipols führt. 
  • Dipole wiederum generieren untereinander Wasserstoffbrückenbindungen, die schließlich zu einer gesteigerten Anziehungskraft zwischen den Einzelmolekülen und einem umso höheren Siedepunkt führen. Generell gilt, je mehr Wasserstoffbrückenbindungen, desto höher der Siedepunkt. Ein weiterer Einflussfaktor ist nun beispielsweise die Form der Moleküle. So haben verzweigte, kugelförmige Moleküle einen meist niedrigeren Siedepunkt als längliche unverzweigte.
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