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Siebenschläfer vertreiben - so geht's artgerecht

Ein Siebenschläfer richtet im Garten keinen Schaden an, er kann Ihnen aber den Schlaf rauben, wenn er sich auf Ihrem Dachboden einen Schlafplatz gesucht hat. Dann haben Sie verschiedene Möglichkeiten, ihn wieder zu vertreiben.

Vertreiben Sie einen Siebenschläfer nicht während der Aufzucht der Jungen.
Vertreiben Sie einen Siebenschläfer nicht während der Aufzucht der Jungen.

Das sollten Sie über den Siebenschläfer wissen

  • Ein Siebenschläfer hat eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Eichhörnchen, ist aber kleiner und hat ein graues Fell, das auf der Unterseite weiß ist. Er hat runde Ohren, einen langen buschigen Schwanz und große schwarze Augen.
  • Der Siebenschläfer hält von September oder Oktober bis zum Mai seinen Winterschlaf, daher werden Sie ihn in dieser Zeit nicht sehen. Diese sieben Monate oder sogar mehr gaben ihm seinen Namen.
  • Ein Siebenschläfer ist nachts aktiv und frisst dann hauptsächlich Obst, Nüsse, Eicheln und Kastanien aus Ihrem Garten. Fleisch frisst er nur wenig, es kann aber sein, dass er sich auch an Vogeleiern und Jungvögeln vergreift. Für ihn selbst besteht vor allem dann eine Gefahr, wenn Sie eine Katze halten.
  • Einen Siebenschläfer sollten Sie nur im Frühling vertreiben, denn ab Juni paaren sich diese Tiere und ziehen danach ihre Jungen groß. Diese Jungen würden sterben, wenn Sie das Muttertier aus Ihrem Haus und Garten vertreiben.

So vertreiben Sie den Störenfried von Ihrem Dachboden

Ein Siebenschläfer, der sich auf Ihrem Dachboden einen Schlafplatz gesucht hat, kann einen riesigen Lärm verursachen. Er pfeift, quiekt und flötet und ist dabei vorwiegend nachts aktiv, sodass Sie keinen Schlaf mehr finden.

  1. Wenn Sie einen Siebenschläfer wieder loswerden möchten, können Sie eine Lebendfalle benutzen. Achten Sie beim Kauf der Falle aber darauf, dass der Siebenschläfer sich in dieser Falle seinen langen Schwanz nicht einklemmen kann. Diese Falle bestücken Sie mit einem Stück Apfel und kontrollieren Sie täglich.
  2. Wenn Sie den Siebenschläfer gefangen haben, setzen Sie ihn möglichst weit entfernt von Ihrem Haus in einem Laubwald wieder aus. Seien Sie sehr vorsichtig, denn der Siebenschläfer hat scharfe Zähne und ein Biss kann sehr schmerzhaft sein. Am besten fassen Sie ihn daher gar nicht an.
  3. Nach der erfolgreichen Umsiedelung sollten Sie Ihr Dach abdichten, damit sich nicht gleich wieder ein anderes Tier dort einquartiert. Verschließen Sie alle möglichen Einstiegslöcher mit Holz oder engmaschigem Draht.
  4. Sehen Sie sich an den Außenmauern nach Kletterhilfen um, über die ein Siebenschläfer auf das Dach gelangen könnte und entfernen oder verändern Sie diese, soweit dies möglich ist. Kletterpflanzen können Sie etwas kürzen, sodass sie nicht mehr bis zum Dach reichen, Bäume eventuell beschneiden.

Sie können aber auch versuchen, den Siebenschläfer mit Mottenkugeln oder dem Geruch von Putzmitteln zu vertreiben. Diese Düfte mögen diese Tiere nicht sonderlich und werden sich möglicherweise einen anderen Schlafplatz suchen. Falls die Lärmbelästigung nicht zu groß ist, können Sie aber auch einfach bis zum Oktober warten, denn dann beginnt ohnehin wieder der lange Winterschlaf der Siebenschläfer, in dem auch Sie die nötige Ruhe finden.

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