Schulwechsel bei Umzug - was Sie beachten sollten
- 24.08.2010 Liyah García Ferreira
- Neue Schule
Meist gelten die Schulbezirksregelungen für Grundschulen. Für weiterführende Schulen gibt es oft keine oder kaum Einschränkungen bei der Schulwahl. Ziehen Sie innerhalb des Schulbezirks um, ändert sich für Ihr Kind nichts und es kann weiterhin die alte Schule besuchen. Wechseln in einen neuen Bezirk, so müssen Sie folgendes beachten.
- Ein Schulwechsel bei einem Umzug ist immer dann nötig, wenn Ihre neue Wohnung außerhalb des Schulbezirks liegt, sodass Ihr Kind nun in eine Schule gehen muss, die Ihrer neuen Adresse zugeordnet ist. Wenn Sie in einem Schulgrenzbezirk wohnen, also einem Überschneidungsgebiet, haben Sie die Wahl zwischen zwei Schulen. Meist werden die Schüler beim Anmeldeverfahren einer der zwei zur Auswahl stehenden Schulen zugeordnet.
- Melden Sie Ihr Kind rechtzeitig in der neuen Schule an. Erst nachdem Ihr Kind in der neuen Schule eine Anmeldungszusage erhalten hat, melden Sie es in der alten Schule ab. Zur An- und Abmeldung in der Schule brauchen Sie eine Bescheinigung der Meldebehörde (Einwohnermeldeamt), auf der Ihre neue Adresse vermerkt ist.
- In Ausnahmefällen ist es möglich, dass Ihr Kind eine Schule außerhalb des Schulbezirks besucht. Dies ist aber für gewöhnlich schwierig. Sie müssten dafür einen Antrag bei der für Ihren Wohnort zuständigen Schule oder beim Schulamt stellen und gut begründen, weshalb Ihr Kind in eine von Ihnen gewünschte Schule unterrichtet werden soll.
- Der Schulwechsel in ein anderes Bundesland ist aufwendiger, da Schulen Ländersache sind und es daher Variationen im Schulsystem gibt. Sie sollten also eine Schule finden, die möglichst ähnlich der alten Schule ist, um Ihrem Kind den Schulwechsel so einfach wie möglich zu gestalten. Informieren Sie sich möglichst früh über die zur Auswahl stehenden Schulen, vor allem wenn Sie nach Bayern ziehen möchten.
- Für Ihr Kind bedeutet ein Schulwechsel in erster Linie der Verlust von Freunden und ist verbunden mit der Angst, neu irgendwo als Fremder anzufangen. Reden Sie mit Ihrem Kind und nehmen ihm so die Ängste. Machen Sie ihm Mut und finden Sie positive Argumente, die Ihr Kind beruhigen. Bringen Sie es am Anfang zur Schule. Am besten ist es auch, wenn Sie erst zum neuen Schuljahr umziehen, anstatt mitten im laufenden Schuljahr oder zum Halbjahr. Ein wichtiger Vorteil des Schuljahreswechsel ist, dass Ihr Kind den bereits angefangenen Lerninhalt an der alten Schule abschließen kann und noch von den ihm bekannten Lehrern benotet wird. Danach könnte es im neuen Schuljahr gemeinsam mit den neuen Klassenkameraden neu starten. So erleichtern Sie Ihrem Kind den Schulwechsel erheblich.
Es ist eine enorme Herausforderung für Ihr Kind schon so jung an einem fremden Ort neu anzufangen. Wenn die ersten Schultage vorbei sind und Ihr Kind sich einleben konnte, sind auch recht schnell die kindlichen Ängste und Sorgen verflogen. Eins ist in dieser Zeit sehr wichtig: Stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes und sensibilisieren Sie sich für eventuelle Stimmungsänderungen des Kindes, die meist schulische Probleme offenbaren! Das Kind sollte nicht das Gefühl haben, alleine den Schulwechsel meistern zu müssen.
