Was Sie benötigen:
  • Federbügel
  • Dämmplatten
  • Betonplatten
  • Estrich
  • Holzplatten

Schallschutz bei Decken

Beachten Sie, dass es verschiedene Deckentypen gibt und diese unterschiedlich mit Schallschutz versehen werden müssen:

  • Massivdecken haben in der Regel schon allein durch die größere Masse einen recht guten Schallschutz. Schwimmender Estrich mit zusätzlichen Randdämmstreifen sorgt meist für einen ausreichenden Schallschutz.
  • Holzbalkendecken können Sie auf diese Weise oft nur unzureichend gegen Schall dämmen - zumindest müssen zusätzliche Maßnahmen, die für eine größere Masse der Decke sorgen, ergriffen werden.

Aufbau von Holzbalkendecken

Je nachdem, wie Ihre Holzbalkendecke aufgebaut ist, müssen Sie den Schallschutz aufbauen. Jede beschriebene Maßnahme verbessert den Schallschutz, was aber nicht bedeutet, dass Sie damit schon einen ausreichenden Schallschutz erreichen.

  • Die einfachste Holzdecke besteht aus Balken, die von unten völlig unverkleidet sind, auf denen der Fußboden des darüberliegenden Geschosses aufgebracht ist. Hier bietet es sich an, einen Zwischenboden zwischen den Balken der Holzbalkendecke einzuziehen.
  • Hat die Decke bereits einen Zwischenboden, kann eine zusätzliche Decke, die Sie an den Balken anbringen, den Schallschutz weiter verbessern.

Schallschutzmaßnahmen durch Entkopplung und Beschwerung

Grundsätzlich sind alle Entkopplungsmaßnahmen ein sinnvoller Schallschutz, manche der Maßnahmen sind allerdings nur im Rahmen einer umfassenden Sanierung des Gebäudes sinnvoll:

  1. Sie können die obere Deckenschale auf Dämmstreifen legen, statt diese direkt auf den Holzbalken aufzulegen.
  2. Hängen Sie die untere Deckenschale an Federschienen, damit diese nicht mehr direkt mit den Balken der Holzbalkendecke verbunden ist.
  3. Belegen Sie den Boden mit möglichst schweren und biegefesten Platten.
  4. Gestalten Sie die Decke mit schweren Platten.
  5. Beschweren Sie die Holzbalkendecke zusätzlich durch Hohlraumschüttungen oder durch Dämmplatten, die Sie einschieben.

Die Entkopplung führt dazu, dass der Schall nicht von der Bodenplatte auf die Balken und von dort auf die Decke übertragen werden kann. Das höhere Gewicht nutzt als Schallschutz die Tatsache aus, dass eine große Masse nicht so leicht in Schwingungen versetzt werden kann, wie eine kleine Masse.

Mögliche Schallschutzmaßnahmen bei Holzdecken

  1. Wenn Sie nur die obere Deckenplatte, also den Fußboden dämmen möchten, weil Sie die von unten sichtbaren Balken nicht verzichten können, belegen Sie den Boden zunächst mit Spanplatten, die verschraubt und verklebt sein müssen. Darauf kleben Sie Betonsteine und darauf Dämmstoff. Schließen Sie die Maßnahme mit einer porösen Holzplatte und Asphaltestrich ab. So haben Sie alle Schallschutzmaßnahmen auf der Fußbodenseite vereint.
  2. Wenn Sie die Holzbalkendecke komplett mit Schallschutz versehen können, bietet es sich an, an der Unterseite biegeweiche Platten mittels Federbügeln an den Balken zu befestigen. Diese Platten werden an der Oberseite mit Faserdämmstoff belegt, ebenso die Balken damit verkleidet. Für den Fußboden reichen dann Trittschalldämmplatten, auf die Sie Spanplatten auflegen.