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Saubere Farbkante

Durch das Abkleben mit Kreppband ist das Ergebnis von Farbkanten meistens nicht sauber. Versuchen Sie es mit diesem Trick.

Eine saubere Farbkante sieht anders aus.
Eine saubere Farbkante sieht anders aus.

Was Sie benötigen:

  • 1 Kartusche Acryl
  • Kartuschenspritze
  • Nahtroller (optional)
  • Küchenrolle
  • Schälchen Wasser
  • breites Kreppklebeband
  • flacher Pinsel
  • kleine Malerrolle

Durch Abkleben alleine ist eine saubere Farbkante auf einer Raufastertapete kaum zu verwirklichen. Der Grund: Die Farbe läuft unter das Kreppband.

Saubere Arbeit mit Acryl

Das Unterlaufen von Farbe können Sie mit Acryl aus der Kartusche verhindern. Acryl bekommen Sie als Dichtstoff in pastöser Konsistenz im Baumarkt.

  1. Kartusche einlegen. Um Acryl aufzutragen, benötigen Sie eine Kartuschenspritze. Wenn Sie noch nie damit gearbeitet haben, sollten Sie sich zeigen lassen, wie diese funktioniert. Lassen Sie sich demonstrieren, wie die Acryl-Kartusche geöffnet und eingelegt wird.
  2. Funktionsweise und Ablauf verstehen. Wie wird Druck auf die Kartusche erzeugt? Wie entspannen Sie das Gerät, damit das Acryl aufhört auszutreten? Wenn Sie das nicht sicher beherrschen, werden Sie beim Auftragen der Dichtmasse in ziemlichen Stress geraten.
  3. Umgang mehrmals üben. Machen Sie sich zu Hause nochmals in Ruhe mit dem Gerät vertraut. Sie müssen zügig und akkurat damit arbeiten können.

Streifen mit scharfer Farbkante erzeugen

Nachdem Sie die Bedienung der Kartuschenspritze sicher beherrschen, können Sie loslegen.

  1. Kreppklebeband anbringen. Dort wo die beiden äußeren Farbkanten des Streifens verlaufen sollen, bringen Sie Kreppklebeband an. Verwenden Sie möglichst lange Stücke und lassen keine Lücken.
  2. Klebeband festdrücken.  Drücken Sie das Klebeband sehr gut auf der Wand fest. Wichtig ist, dass das Klebeband ohne Luftblasen auf der Tapete haftet. Um das Klebeband noch besser zu fixieren, rollen Sie mit einem Nahtroller über die Kanten. Alternativ streichen Sie fest mit dem Daumennagel darüber.
  3. Arbeitsgerät bereit stellen. Stellen Sie ein Schälchen mit Wasser und die Küchenrolle bereit. Legen Sie die vorbereitete Acryl-Kartusche in die Spritze.
  4. Acryl auftragen. Wo die beiden äußeren Farbkanten des Streifens verlaufen sollen, wird der Übergang zwischen Klebestreifen und Wand abgedichtet. Dazu tragen Sie dort zügig jeweils einen dünnen Strang Acryl auf. Bei einem senkrechten Streifen arbeiten Sie von oben nach unten. Die Stränge sollten möglichst gleichmäßig werden - es dürfen keine Lücken entstehen.
  5. Sofort weiterarbeiten. Danach entspannen Sie die Kartuschenspritze, legen sie weg und fahren umgehend mit dem nächsten Arbeitsschritt fort.
  6. Acryl glatt streichen. Nehmen Sie etwas Küchenpapier in die eine Hand und befeuchten die Fingerkuppen der anderen Hand leicht mit Wasser. Mit den feuchten Fingerkuppen streichen Sie das Acryl möglichst in einem Zug glatt. Überschüssige Mengen, die auf Ihren Fingerkuppen verbleiben, wischen Sie dabei in das Küchenpapier.
  7. Gleichmäßige Schicht beachten. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel Acryl abnehmen. Es muss der Übergang zwischen Wand und Klebeband, also die Farbkante, versiegelt bleiben. Zu dick darf die Schicht allerdings auch nicht sein, sonst ist sie später noch sichtbar.
  8. Acryl nur antrocknen lassen. Lassen Sie die beiden Acrylstreifen einige Minuten lang trocknen. Warten Sie nicht zu lange, denn aushärten darf die Schicht nicht.
  9. Farbkante bemalen. Mithilfe des Pinsels tragen Sie nun die Wandfarbe auf die versiegelte Farbkante auf. Arbeiten Sie mit großzügigen Strichen und streichen Sie immer vom Klebeband weg.
  10. Streifen ausmalen. Anschließend malern Sie den Farbstreifen mithilfe einer kleinen Farbrolle vollständig aus. Wichtig zu wissen: Das Acryl darf beim Abziehen der Klebestreifen nicht ganz durchgehärtet sein. Deshalb ist Eile geboten.
  11. Klebeband abziehen. Nachdem Sie den Farbstreifen komplett ausgemalt haben, ziehen Sie umgehend die Klebebänder von der Wand ab. Arbeiten Sie vorsichtig und mit Gefühl, damit die restliche Wand nicht mit Farbe beschmiert wird.

Bereits beim Abziehen werden Sie staunen, wie professionell die saubere Farbkante aussieht.

Kaum Alternativen zu Acryl

Es ist sicherlich sinnvoll, ein qualitativ gutes Kreppklebeband zu verwenden. Es lässt sich leichter anbringen und abziehen. Kreppband alleine - und sei es noch so hochwertig - erzeugt auf grobem Untergrund keine scharfe Farbkante.

Auf dem Markt ist ein spezielles Malerklebeband erhältlich, welches die Farbkante ausreichend versiegeln soll. Auf grober Raufaser ist das Ergebnis jedoch enttäuschend.

Mehrfaches Auftragen von Dispersionsfarbe im Bereich der Kanten versiegelt den Übergang zwischen Klebeband und Wand nur unzureichend.

Silikonmasse ist für diesen Zweck keinesfalls eine Alternative zu Acryl. Der Grund: Silikon ist mit Wandfarbe nicht überstreichbar.

Eine wirklich scharfe Farbkante erreichen Sie am besten mit der Acryl-Methode. Sobald Sie die Handhabung der Kartuschenspritze sicher beherrschen, ist die Prozedur gar nicht so schwierig.

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