Paul Klee gilt als einer der wichtigsten bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts und ist der klassischen Moderne zuzurechnen, sein Lebenslauf könnte ein ganzes Buch füllen, doch die wichtigsten Eckdaten sind schon für sich sehr interessant.

Paul Klees Kindheit, Jugend und Studienzeit

  • Am 18. Dezember 1979 wurde Ernst Paul Klee in Münchenbuchsee in der Schweiz als Sohn von Hans Wilhelm Klee geboren und wuchs ab 1880 in Bern auf. Sein Vater war Deutscher und als Musiklehrer tätig.
  • Von 1886 bis 1890 besuchte er die Primatschule und erhielt ab dem Alter von sieben Jahren Geigenunterricht. Er wurde ein exzellenter junger Musiker und durfte mit elf bereits für die Bernische Musikgesellschaft spielen.
  • Obwohl er sein zeichnerisches Talent in zahlreiche Zeichnungen und Karikaturen in seinen Schulheften zeigte, förderten seine Eltern jedoch nur die Musik.
  • Nach dem Besuch des Progymnasiums von 1890 bis 1898 in Bern jedoch zog er nach München, um dort Kunst zu studieren zunächst an einer Privatschule, da er an der Akademie der Bildenden Künste München nicht angenommen wurde. Im Oktober 1900 wechselte er an die Kunstakademie. In dieser Zeit genoss er zahlreiche Affären mit seinen meist jungen Modellen.
  • 1901/1902 verließ er die Akademie und unternahm eine sechsmonatige Studienreise nach Italien, anschließend lebte er wieder bei seinen Eltern und verdiente seinen Lebensunterhalt als Musiker der Bernischen Musikgesellschaft. Gleichzeitig besuchte er Kurse in Anatomie, um sein künstlerisches Können fortzubilden.
  • 1905 kam Klee während einer Studienreise mit Jugendfreunden nach Paris mit dem Impressionismus in Kontakt.
  • 1906 zog er nach München, wo er Lily Stumpf, eine Pianistin, heiratete, 1907 kam sein Sohn Felix auf die Welt und Paul Klee übernahm den Haushalt und die Erziehung, während seine Frau hauptsächlich für den Lebensunterhalt aufkam.

Sein künstlerischer Lebenslauf

  • Im Jahr 1911 lernte er Macke und Kandinsky kennen und schloss sich der Redaktionsgemeinschaft für den Almanach "Der Blaue Reiter" von Kandinsky und Franz Marc an.
  • 1914 unternahm er mit August Macke und Louis Moillet eine mehrwöchige Reise nach Tunis, während der viele Aquarelle entstanden sind. Im gleichen Jahr wurde er Gründungsmitglied der aus der Münchner Secession hervorgehenden Neuen Künstlervereinigung.
  • 1916 wurde Paul Klee zum Krieg einberufen, jedoch blieb er vom Fronteinsatz verschont und konnte so außerhalb der Kaserne die Malerei in der Freizeit fortführen.
  • 1919 wurde er in München Mitglied der Räterepublik, die jedoch kurz darauf wieder zerschlagen wurde.
  • 1920 hatte er seine erste Einzelausstellung in München in der Galerie Goltz. Im selben Jahr wurde er an das Bauhaus in Weimar berufen, wo er verschiedene Werkstätten leitete, und auch im Jahr 1926 mit dem Bauhaus nach Dessau umzog.
  • 1924 gründete er mit Lyonel Feininger und Alexej von Jawlensky Die Blaue Vier, eine Künstlergruppe in Weimar.
  • Über die Jahreswende 1928/29 reiste er nach Ägypten. Hier holte er sich Inspiration in der Architektur und deren Proportionsgesetze.
  • 1928 kam es mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus zu Spannungen am Bauhaus und Klee trat 1931 eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf an.
  • Im Jahr 1933 nach Hitlers Machtergreifung emigrierte er als "entarteter Künstler" in die Schweiz.
  • 1935 bekam Klee an einer Bronchitis. Diese verschlechterte sich zu einerr Lungenentzündung und später erkrankte er an der unheilbaren Sklerodermie, ab 1937 hatte er jedoch noch einmal eine kreative Schaffensphase.
  • Im Jahr 1940 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand jedoch, und er starb am 29. Juni 1940.

Der Lebenslauf von Paul Klee ist typischerweise ein sehr individueller, jedoch wie andere Künstler seiner Zeit auch geprägt von den besonderen Zeitumständen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.