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Ozeanisches Klima - Merkmale

Die Ausdrücke Seeklima und maritimes Klima sind beide als Synonyme zum Begriff des ozeanischen Klimas zu verstehen. Wissen Sie aber, welche Merkmale ozeanisches Klima eigentlich ausmachen?

Das Meer ist nicht Klimamerkmal, sondern Klimaursache.
Das Meer ist nicht Klimamerkmal, sondern Klimaursache.

Was ozeanisches Klima ausmacht

  • Solche Breitengrade, in denen ozeanisches Klima herrscht, machen vor allem gemäßigte Temperaturen aus. Weist ein Land temperaturtechnische Extreme auf, so kann sein typisches Klima niemals in den Bereich des ozeanischen eingeordnet werden.
  • Gemäßigt heißt in diesem Falle, dass es in entsprechenden Ländern niemals sehr heiß, jedoch genauso wenig zu kalt wird. Viel mehr bewegen sich die Temperaturen in Seeklimabereichen dauerhaft entlang eines Mittelwertes zwischen kalt und warm.
  • Im Sommer ist es in Ländern mit ozeanischem Klima nun also relativ kühl, im Winter dagegen ist es relativ warm. Auch gilt, dass es in der Nacht kaum kälter ist, als während des Tages, wobei zu jeder Jahres- und Tageszeit relativ häufig Niederschläge vorkommen. Nebelaufkommen rundet die spezifischen Merkmale des ozeanischen Klimas schließlich ab. 
  • Vergleicht man jene Charakteristika nun mit denen des kontinentalen Klimas, so stellen die beiden Klimazonen sich als gegenteilig heraus. Herrscht in einem Land nämlich Kontinentalklima vor, so lassen sich klare Unterschiede zwischen Tag- und Nachttemperaturen feststellen, wobei selbiges für den Temperaturunterschied zwischen Sommer und Winter gilt.
  • Wie es der Name schon vermuten lässt, macht das ozeanische Klima ein weiterer Faktor aus: das Meer. So befinden sich solche Länder mit Seeklima oft in unmittelbarer Nähe zum Ozean. Das Meer aber kann dabei weniger als wirkliches Merkmal des Klimas bezeichnet werden, sondern viel mehr als seine Ursache.

Wie das Meer mit den Klimamerkmalen zusammenhängt

  • Die Hauptursache für ozeanisches Klima ist - wie oben impliziert - der Ozean selbst. So hängen die gemäßigten Temperaturen damit zusammen, dass das Meer die Funktion eines Temperaturpuffers übernehmen kann.
  • Die Meeresfläche ist beinahe unendlich. Dementsprechend lange dauert es, bis sie auskühlt oder erhitzt. Zudem liegt in Gebieten in direkter Nähe zum Meer besonders viel Wasserdampf in der Luft.
  • Das wiederum schützt vor Sonneneinstrahlung, sodass es bis zur Erhitzung gar nicht erst kommen kann, ferner erklärt es das häufige Nebelaufkommen in entsprechenden Regionen.
  • Daneben ist das Wasser selbstverständlich auch die Ursache für den enormen Niederschlagsreichtum in ozeanischen Gebieten. Wo viel Wasser ist, verdunstet auch viel Wasser und wo viel Wasser verdunstet, kommt es häufiger zu Regen.
  • Abschließend sei davon abgeraten, allein von der Anwesenheit des Meeres auf ozeanisches Klima zu schließen oder wegen der Abwesenheit desselben das Seeklima auszuschließen. So können auch hohe Seeaufkommen ozeanisches Klima begünstigen. Dass nicht überall unmittelbar am Ozean Seeklima herrscht, hängt nun mit der Windrichtung zusammen.
  • Je nachdem, wie der Wind in einer bestimmten Region typischerweise steht, können Niederschläge und Wasserdampf beispielsweise verweht werden. Ziehen Sie also niemals vorschnelle Schlüsse. Das Meer ist nicht einziger und auch nicht unbedingt unabdingbarer Faktor für ozeanisches Klima.
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