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NCS in RAL - Hinweise

Wenn Sie einen NCS-Farbcode haben, muss es sich dabei nicht um einen RAL-Farbton handeln. Aus diesem Grund können Sie nicht alle Farben des einen Systems in das andere übertragen. Sie können also nur manche Farben in beiden Systemen ausdrücken. Eine einfache Umrechnungsformel gibt es nicht.

Zur genauen Bestimmung brauchen Sie zwei Farbfächer.
Zur genauen Bestimmung brauchen Sie zwei Farbfächer.

Darauf basiert das NCS-System

Mit dem NCS-System werden derzeit 1950 Farben dargestellt. Der Farbcode besteht aus einer Reihe von Ziffern und Buchstaben.

  • Die ersten zwei Ziffern sind ein Prozentwert des Schwarzanteils, die nächsten ein Prozentwert der Farbigkeit (Sättigung), dann kommt ein Buchstabe für die Grundfarbe. Es folgen zwei Ziffern für den Prozentsatz, mit dem eine andere Grundfarbe beigemischt wird.
  • Die Grundfarben sind in dem System Y für Gelb, G für Grün, R für Rot und B für Blau. Der genaue Aufbau des NCS-Systems basiert auf einer Fläche, in der die Grundfarben gemischt werden und die Farbsättigung festgelegt ist. Darauf baut ein Raum auf, in dem der Schwarzanteil jeder Farbe dargestellt ist.

So ist das RAL-System aufgebaut

  • Es gibt drei verschiedene Systeme, die RAL-Farben beschreiben. Die Farbtabelle Classic besteht aus lediglich 213 Farben. Diese ist nach Farbgruppen sortiert. Die Nummern von 1000 bis 1999 werden zum Beispiel für Gelbtöne verwendet. In dem System sind nur darstellbare Farben vertreten, die in der Praxis verwendet werden. Die Tabelle wird immer erweitert, wenn eine bestimmte Farbe von der Industrie benötigt wird, so bekam die neue Farbe Telemagenta den RAL-Code 4010.
  • Der größere Farbfächer RAL-Design umfasst 1625 Farben. Alle RAL-Farben werden nach dem CIELab-Farbraum dargestellt. Hier wird ein dreidimensionales Koordinatensystem verwendet. Die a-Achse beschreibt den rot-grünen Farbanteil und geht von -150 bis +100, die b-Achse den blau-gelben, dieser geht von -100 bis +150. Die L-Achse dient zur Darstellung der Helligkeit. Diese geht von 0 bis 100. Der Farbcode basiert auf einem Kreis, wobei 0° für Rot, 90° für gelb, 180° für Grün und 270° für Blau stehen. Danach kommen zwei Ziffern für die Helligkeit - 0 ist Schwarz und 100 Weiß -, die letzten zwei Ziffern zeigen die Buntheit an. Der RAL-Code besteht also aus 7 Ziffern.

Probleme bei der Umrechnung

  • Allein die Tatsache, dass es im NCS-System 1950 Farben gibt und im RAL-Design 1625 Farben, zeigt deutlich, dass eine einfache Umrechnung nicht möglich sein kann. Bedenken Sie, dass keines der Systeme alle möglichen Farben beschreibt, sondern nur einen Teil der darstellbaren Farben. Sie können also davon ausgehen, dass nicht alle 1625 RAL-Farben in NCS zu finden sind.
  • Ein weiteres Problem ergibt sich aus der Tatsache, dass die Helligkeit und die Sättigung nach anderen Grundsätzen beschrieben werden. Der Farbton kann aber recht gut umgerechnet werden. Y10R bedeutet in NCS, dass dem Gelbton 10 % Rot beigemischt wird. Der Bereich zwischen Gelb und Rot wird also in 100 Teile aufgeteilt. Im RAL-System ist Rot 0° und Gelb 90°, der Bereich ist also in 90 Teile aufgeteilt. 10 Teile entsprechen also 9°. Damit wäre also Y10R in RAL 90 - 9, also 81. Die ersten drei Ziffern im RAL-System sind also 081. Von Gelb (90°) wird um 9° in Richtung Rot (0°) abgewichen.
  • Die genaue Bestimmung können Sie aber nur vornehmen, wenn Sie den entsprechenden Ton auf der NCS-Farbkarte auswählen und diesen auf der RAL-Karte heraussuchen. Umrechnungen führen nie dazu, dass Sie den genauen Ton oder den ähnlichsten Ton treffen.
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