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MCH-Wert - was dieser Wert im Blutbild bedeutet

Der MCH-Wert ist ein wichtiger Blutwert, der nähere Aussagen über das einzelne rote Blutkörperchen bringt. Zum Beispiel wird dieser Wert im Zusammenhang mit Verdacht auf Anämie gemessen.

Ein Erythrozyt braucht genügend Hämoglobin.
Ein Erythrozyt braucht genügend Hämoglobin.

Der MCH-Wert - was er bedeutet

  • Die Abkürzung MCH steht für "mean corpuscular haemoglobin" oder zu Deutsch "mittlerer Zellhämoglobingehalt". Hinter dem MCH-Wert verbirgt sich der durchschnittliche Hämoglobingehalt eines einzigen roten Blutkörperchens. So weiß man, wie viel Hämoglobin ein einzelnes rotes Blutkörperchen im Durschnitt besitzt.
  • Unter Hämoglobin versteht man den eisenhaltigen roten Blutfarbstoff. Dieser ist wichtig, um Sauerstoff und Kohlendioxid im Körper transportieren zu können.
  • Der MCH-Wert wird im Rahmen eines kleinen Blutbildes gemessen. Dazu gehören noch weitere Parameter, wie Erythrozytenzahl, Hämatokrit und MCV.
  • Gerade wenn eine Anämie vermutet wird, sind diese Werte wichtig.
  • Normwerte für MCH sind bei einem Erwachsenen 27 bis 34 pg (= Pikogramm).

Wenn der Wert nicht mehr in der Norm liegt

  • Ist der Wert normal, spricht man von normochrom. Ist er erhöht, heißt dies hyperchrom. Ist er erniedrigt, so wird der Begriff hypochrom verwendet. Abweichungen kommen vor, wenn der Durchschnittsgehalt des roten Blutkörperchens über oder unter dem Normwert liegt.
  • Ursachen für einen erhöhten MCH-Wert können chronische, schon länger vorliegende Erkrankungen der Nieren, Krebs, Verdauungsstörungen, Vitamin-B12- oder Folsäuremangel sein. Aber auch bei Rauchern kann dies vorkommen.
  • Ist der Wert erhöht, so kann es sich um Eisenmangel, Vitamin-B6-Mangel, Kupfermangel, Alkoholismus oder Leberzirrhose handeln.
  • Handelt es sich nicht um eine Anämie, müssen weitere Untersuchungen folgen, um die Ursachen zu finden.
  • Ist der MCH-Wert erniedrigt, kommt es zu einer Mikrozytose. Dabei entstehen kleine Erythrozyten. Die Ursache dafür kann ein Eisenmangel sein.
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