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Mähkanten richtig verlegen

Mähkanten sollen Rasenflächen nicht nur optisch gegenüber Beeten und Wegen abgrenzen. Sie erfüllen vielfältige Funktionen. Das Gras kann nicht in Beete oder Wege wachsen und das Mähen wird einfacher. Damit die Rasenkante diese Funktion erfüllt, müssen Sie die Steine richtig verlegen.

Mähkanten grenzen Beete und Wege gegen den Rasen ab.
Mähkanten grenzen Beete und Wege gegen den Rasen ab.

Was Sie benötigen:

  • Rasenkantensteine
  • Schnur
  • Holzpflöcke
  • Spaten
  • Schaufel
  • Sand oder Kies
  • evtl. Zement
  • Pflasterhammer
Mit abgerundeten Kantensteinen können Sie auch geschwungene Formen legen.
Mit abgerundeten Kantensteinen können Sie auch geschwungene Formen legen. © Roswitha Gladel

Auswahl der Mähkanten

Eine Mähkante besteht aus Naturstein, Beton oder Kunststoff. Sie wird zwischen Rasen und Beeten oder Wegen verlegt. Sie bildet eine Barriere, die es dem Gras erschwert, in angrenzende Flächen zu wachsen. Idealerweise können Sie mit dem Mäher über die Kante fahren, ohne das Messer zu beschädigen. So ist es Ihnen möglich, auch das Gras am Rand abzumähen.

  • Unter der Bezeichnung Mähkante bekommen Sie ganz verschiedene Rasenkanten. Natursteine oder Betonsteine in rechteckiger Form sind nur für grade Begrenzungen geeignet. Mit diesen Steinen können Sie keine geschwungenen Formen bauen. Steine mit Rundungen (siehe Bild 1) lassen sich zu jeder beliebigen Form zusammenfügen.
  • Alle Rasenkanten aus Naturstein oder Beton haben eine nicht abgestufte Oberfläche. Sie können diese Steine auf zwei Arten verlegen. Wenn Sie diese nahezu eben mit dem Rasen verlegen, können Sie mit dem Rasenmäher gefahrlos darüber fahren. Bei dieser Verlegeart wächst das Gras oft über die Steine. Wenn Sie die Steine weiter aus dem Boden ragen lassen, sind sie mit dem Mäher nicht befahrbar. Sie müssen die Ränder mit einem Fadenmäher pflegen.
  • Mähkanten aus Kunststoff sind auch mit gestuften Strukturen erhältlich. Sogenannten Palisaden-Beeteinfassungen mit Mähkante bilden sowohl ein kleines Mäuerchen als auch eine flache Kante, über die Sie mit dem Rasenmäher fahren dürfen.
  • Überlegen Sie, wie weit die Steine aus dem Boden ragen sollen. Wählen Sie einen Zentimeter, wenn Sie mit dem Mäher darüber fahren wollen. Falls Sie die Steine in unterschiedlichen Höhen setzen wollen (Kaskadierung) oder generell eine Höhe von mehr als drei Zentimetern wünschen, müssen die Steine recht breit und dick sein. Schmale Steine haben nicht genügend Halt, wenn sie weit aus dem Boden ragen.
  • Ein  Meter Rasenkantensteine aus Naturstein kostet etwa sechs bis zehn Euro. Betonsteine bekommen Sie schon für weniger als drei Euro je Meter. Für Kunststoff-Rasenkanten müssen Sie mit etwa fünf Euro je Meter rechnen. Kanten aus Kunststoff sind nicht so stabil wie Stein oder Beton. Dafür lassen sie sich leichter verlegen. Es genügt, mit dem Spaten ins Erdreich zu stoßen, um einen Spalt zu schaffen. Der Kantenstein aus Kunststoff hat einen Bodenanker, den Sie nur in den Spalt stecken müssen.
  • Wenn Sie sich für Stein oder Beton entscheiden, benötigen Sie eine Schaufel, Sand oder Kies und eventuell Zement. Außerdem brauchen Sie einen Pflasterhammer. Dieser ist groß und schwer. Er übt eine gleichmäßige Kraft auf die Steine aus, das verhindert Beschädigungen an den Steinen.

Verlegen der Rasenkantensteine

Beim Verlegen der Steine ist es unerheblich, ob die Rasenfläche schon angelegt ist. Sofern auch die einzufassenden Wege oder Beete schon angelegt sind, brauchen Sie keine Markierungen. Sie sehen, wo die Beeteinfassung oder die Rasenkante liegen muss.

  1. Überlegen Sie, wo Sie Wege und Beete anlegen wollen. Markieren Sie den Verlauf von geraden Strecken, indem Sie am Anfang und am Ende einen Pflock in die Erde stecken. Verbinden Sie diese mit Schnur. Bei geschwungen Formen müssen Sie mit mehreren Pflöcken arbeiten, um Kurven zu markieren.
  2. Legen Sie die ausgewählten Steine entlang der markieren Strecke, um den Verlauf der Rasenkante besser beurteilen zu können. Korrigieren Sie die Position der Pflöcke falls nötig.
  3. Heben Sie nun einen Graben aus, der ungefähr der Breite der Steine entspricht. Messen Sie ab, wie tief der Stein ins Erdreich gelassen werden muss, damit er in der gewünschten Höhe aus dem Boden ragt. Heben Sie den Graben zwei Zentimeter tiefer aus.
  4. Füllen Sie bei lehmigen Böden drei Zentimeter Sand oder Kies in den Graben. Bei leichten Böden mischen Sie drei Teile Sand mit einem Teil Zement und etwas Wasser zu einem zähen Brei und füllen diesen ein.
  5. Setzen Sie die Steine in den Graben und klopfen Sie diese mit dem Pflasterhammer in den Untergrund. Wenn Sie eine ebene Beeteinfassung wünschen, richten Sie die Steine mit der Wasserwaage aus.
  6. Zwischen den Steinen und dem Erdreich sind kleine Lücken vorhanden. Stopfen Sie in diese den Erdaushub und verdichten Sie ihn.

Sie haben nun perfekte Mähkanten. Durch das Lager aus Sand, Kies oder Beton haben Sie eine zusätzliche Barriere geschaffen, welche die Wurzeln des Grases nur schwer überwinden können.

 

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