Krankenversicherungsbeiträge können hoch ausfallen, und dies gilt nicht nur bei der privaten Krankenversicherung.

Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit

  • Wenn Sie zuvor sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, dann bleiben Sie auch bei Arbeitslosigkeit Mitglied bei Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung. Allerdings sollten Sie damit rechnen, dass Ihre Krankenversicherung Sie möglicherweise anschreibt, wenn sie von Ihrem ehemaligen Arbeitgeber die Abmeldung von der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung erhalten hat.
  • Für den Fall, dass Ihre Krankenversicherung die Meldung der Arbeitsagentur noch nicht erhalten hat, sollten Sie umgehend klarstellen, dass Sie arbeitslos sind. Es schadet auch nicht, der Krankenversicherung dann den Bescheid über das Arbeitslosengeld einzureichen.
  • Waren Sie zuvor privat krankenversichert und stehen Sie nun ohne Einkommen dar, werden auch die Beiträge zu einer privaten Krankenversicherung von der Arbeitsagentur übernommen. Allerdings müssen Sie damit rechnen, in den möglicherweise günstigeren Basistarif der privaten Krankenversicherung wechseln zu müssen.

Ohne Einkommen in der Familienversicherung   

  • Wenn Sie verheiratet sind und kein eigenes Einkommen haben, können Sie sich unter Umständen in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse versichern. Dies setzt voraus, dass Ihr Ehepartner Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung ist.
  • Haben Sie sich selbstständig gemacht, können Sie unter Umständen auch in der gesetzlichen Krankenversicherung Mitglied bleiben, wenn Sie dort schon zuvor versichert waren. Beachten sollten Sie allerdings, dass die gesetzliche Krankenversicherung bei Selbstständigen von einem fiktiven Einkommen ausgeht, anhand dessen der Beitrag berechnet wird.
  • Auch wenn Sie daher in der ersten Zeit der Selbstständigkeit noch keinen Gewinn, bzw. damit auch kein Einkommen erzielen, wird Ihr Beitrag bei ca. 350 Euro liegen.
  • Auch als Selbstständiger können Sie jedoch ergänzend Hartz-IV-Leistungen beantragen, und dies sogar dann, wenn Sie nur durch einen hohen Krankenversicherungsbeitrag als "bedürftig" gelten.

Auch ohne Einkommen müssen Sie nicht auf eine Krankenversicherung verzichten. Die hohen Beiträge zu einer privaten Krankenversicherung werden Sie dann allerdings kaum aus eigener Tasche bezahlen können.