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Fallbeispiel Psychoanalyse - eine kurze Einführung in die Psychotherapie

Die Psychoanalyse ist im engeren Sinn eine Methode der Psychotherapie. Diese Form der Therapie ist sehr aufwendig und langwierig. Was bedeutet die Analyse und wer darf sie durchführen? Eine Einführung anhand eines Fallbeispiels.

Die freie Assoziation ist Ziel der Psychoanalyse.
Die freie Assoziation ist Ziel der Psychoanalyse.

Was Psychoanalyse bedeutet

Der Begriff Analyse wird aus dem Griechischen abgeleitet: "Analysis" = "Zerlegung" und "Psycho" bedeutet "Seele".

  • Der Sinn, der dort zwischen beiden Begriffen dahintersteckt, bedeutet "Untersuchung und Enträtselung der Seele".
  • Sigmund Freud, ein Wiener Neurologe, hat diese Theorie um 1890 begründet.
  • Es geht bei der Psychoanalyse um die Theorien des Unbewussten und der Psychodynamik. Es geht dabei um die analytischen Therapien zwischenmenschlicher und innerer Konflikte. Unter anderem wird anhand von Fallbeispielen immer weiter geforscht.
  • Die Psychoanalyse ist ein aufdeckendes Verfahren, indem der Patient Einsicht zeigen sollte. Dies ist oft schwer, da bei dieser Methode das Gefühlsleben umstrukturiert werden soll. Auch wird die Umstrukturierung der Persönlichkeit angestrebt. Dabei werden aber die Eigenschaften der Persönlichkeit aufrechterhalten.
  • Die klassische Analyse, bekannt durch viele Fallbeispiele, geht zurück auf Freud, wo sich der Patient liegend auf der Couch befindet und frei assoziiert. Der Analytiker sitzt auf einem Stuhl hinter der Couch und deutet die freie Assoziation. Angestrebt wird auch eine Traumanalyse.
  • Der Patient muss zwei- bis dreimal die Woche auf die Couch, über mehrere Jahre (bis zu dreihundert Sitzungen).
  • Die Methodik beinhaltet das sogenannte Es (das eigene Gewissen), das Überich (das erlernte Gewissen) und das Ich, das abwägt und als Mittler zwischen beiden fungiert.

Nur ausgebildete Psychoanalytiker dürfen diese Methode anwenden.

Ein Fallbeispiel dieser Therapieform

  • Fallbeispiel: Eine Frau geht in ein Kaufhaus und möchte bestimmte Dinge einkaufen, die auch benötigt werden. Leider hat diese Frau kein Geld. Da diese Dinge dringend benötigt werden, wächst in ihr der Drang, diese Dinge zu stehlen. Es entsteht ein Konflikt.
  • Das eigene Gewissen (Es) möchte das Bedürfnis befriedigen und drängt zum Diebstahl.
  • Das erlernte Gewissen (Überich) sagt: "Stehlen darf man nicht".
  • Das Ich ist dabei nun abzuwägen. Eigentlich ist es ein Notfall. Das Stehlen wird aber strafrechtlich verfolgt. Das Gewissen quält.
  • Die Methodik der Psychoanalyse versucht herauszufinden, welche Werkzeuge (Abwehrmechanismen) die Frau hat, um sich nicht strafbar zu machen: Freud hat diese Mechanismen begründet, um unter anderem in das Unbewusste vorzudringen.
  • Folgende Abwehrmechanismen gibt es: Verdrängung wird zugelassen, um nicht zu stehlen. Die Frau verleugnet diese Waren, um dem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Hinzu kommt die sogenannte Verschiebung (das Es wird verdrängt und kehrt sich in Angst um). Sie muss das Kaufhaus sofort verlassen.
  • Weitere Abwehrmechanismen sind Aggressionen, Projektion, Identifikation, Reaktionsbildung, Somatisierung und Entfremdung sowie Sublimierung. In vielen Fallbeispielen von Sigmund Freud sind diese Mechanismen beschrieben.
  • Aggressionen gegen sich selbst, bis hin zur Zielbildung an ihren Lebensbedingungen etwas zu verändern, damit es nie wieder zu einer solchen Situation kommen kann.

Bis heute wird dies Psychoanalyse in Kliniken immer weiterentwickelt und verändert. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten der analytischen Therapie.

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