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Essigsäure und Natronlauge - die chemische Reaktion aufstellen

Essigsäure und Natronlauge sollen gemischt werden? Wer sich noch an den Schulunterricht der Chemie erinnert, weiß, dass sich Säuren und Laugen neutralisieren. Aber wie geschicht dies und welche Stoffe entstehen dabei?

Essigsäure ist eine bekannte organische Säure.
Essigsäure ist eine bekannte organische Säure.

Was Sie benötigen:

  • Grundwissen "Chemie"

Säure und Lauge - das sollten Sie wissen

  • Salopp formuliert sind Säuren und Laugen, besser als Basen bezeichnet, so etwas wie Gegenpole in der Chemie, vor allem, was den pH-Wert betrifft.
  • Säuren spalten in wässriger Lösung ein Proton (H+-Ion, das sich an ein Wassermolekül zu H3O+ anlagert) ab, Basen bzw. Laugen ein OH--Ion. Diesen Vorgang nennt man dissoziieren. Der Säurerest ist dann negativ, der Basenrest positiv geladen.
  • Vermischt man eine Säure mit einer Base, so neutralisieren sich die beiden.
  • Dabei bilden sich ein Salz sowie neutrales Wasser, das richtige Mischungsverhältnis vorausgesetzt. 

Essigsäure und Natronlauge - so funktioniert's

  • Bei Essigsäure handelt es sich um eine organische Säure mit der Summenformel CH3-COOH, eine Methylgruppe zusammen mit einer typischen COOH-Gruppe, bei der eines der beiden Sauerstoffatome als Doppelbindung an das C-Atom auftritt.
  • Eine alkalische Lösung kann man mit einer Säure neutralisieren - das ist logisch, sind …

  • Der chemische Name lautet übrigens Ethansäure. Essigsäure entsteht nämlich durch Oxidation von Ethanol.
  • Essigsäure in wässriger Lösung führt zu einer Abgabe von Protonen an die vorhandenen Wassermoleküle (Protolyse genannt). Dabei entstehen - wie oben bereits erläutert - die säuretypischen Oxonium-Ionen H3O+ sowie ein negativ geladenes Ion, das im Fall von Essigsäure als Acetat-Ion bezeichnet wird.
  • Im Gegensatz zu Schwefelsäure ist Essigsäure jedoch eine schwache Säure, sprich: Die Neigung, Protonen abzugeben, ist dort viel geringer.
  • Natronlauge, chemisch NaOH, ist eine starke Lauge und dissoziiert zu Na+ sowie OH-
  • Vermischt man Essigsäure und Natronlauge (im geeigneten Verhältnis), verbinden sich jeweils positive und negative Ionen miteinander.
  • Aus dem Natriumion und dem Acetat-Ion bildet sich ein Salz, das in diesem Fall als Natriumacetat (Natriumsalz der Essigsäure; chemisch: Na(CH3COO)) bezeichnet wird.
  • Aus H3O+ und OH- bildet sich schlicht und einfach Wasser.
  • Auch wenn Essigsäure nur schwach dissoziiert, wird die Protolyse der Moleküle durch den "Verbrauch" bei der Neutralisierung fortschreiten. 
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