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Elektronische Lohnsteuerbescheinigung verloren - was tun?

Die elektronische Lohnsteuerbescheinigung erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber immer am Jahresende oder wenn im laufenden Kalenderjahr Ihr Beschäftigungsverhältnis endet. Diese Bescheinigung enthält alle wichtigen Daten hinsichtlich des Einkommens und wird für die jährlichen Einkommensteuererklärung benötigt.

wichtig für die Einkommensteuer - die elektronische Lohnsteuerbescheingung
wichtig für die Einkommensteuer - die elektronische Lohnsteuerbescheingung

Spätestens bei der Erstellung der Einkommensteuererklärung benötigt man die elektronische Lohnsteuerbescheinigung. Warum ist diese eigentlich so wichtig, und was passiert, wenn sie verloren geht?

Die elektronische Lohnsteuerbescheinigung ist ein wichtiges Dokument

  • Die elektronische Lohnsteuerbescheinigung erhalten Sie am Jahresende oder am Ende eines Beschäftigungsverhältnisses vom Arbeitgeber. Der Arbeitgeber ist verpflichtet alle relevanten Daten hinsichtlich Ihres Einkommens an das Finanzamt zu melden. Die Übermittlung erfolgt elektronisch, wobei der Arbeitgeber einen Tag nach der Meldung eine elektronische Bestätigung erhält, womit er in der Lage ist, die Bescheinigung auszudrucken und an Sie aushändigen kann.

  • Gemeldet werden neben Ihren Namen, Geburtsdatum, Steuerklasse und Freibeträge auch das Bruttoeinkommen, Sachbezüge oder sonstige Zuwendungen, sowie die darauf vorgenommenen Abzüge in Form von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen.

  • Zur eindeutigen Identifizierung wird außerdem ein sogenannter eTin erstellt und versendet. Dieser eTin setzt sich zusammen aus den Umlauten Ihres Namens, Ihres Geburtsdatums und weiteren Prüfziffern. Damit kann das Finanzamt die Steuerbescheinigung eindeutig Ihrem Steuerkonto zuordnen.

  • Die elektronische Bescheinigung hat im Gegensatz zum früheren manuellen System viele Vorteile. Die Fehlerquote wurde minimiert, da zwischen der Lohnabrechnung und der Datenübermittlung kein manueller Arbeitsgang mehr liegt. Auch ist sichergestellt, dass das Finanzamt alle Daten erhält. War dem Finanzamt früher Ihr Einkommen erst bekannt, sobald Sie die Lohnsteuerkarte vorgelegt haben, so liegen heute die Daten bereits unmittelbar nach der letzten Lohnabrechnung beim Finanzamt vor. Auch nachträglich Änderungen, Lohnnachzahlungen, Abfindungszahlungen oder ähnliches, die früher der Arbeitgeber nicht in die Lohnsteuerkarte eintragen konnte, da sie bereits ausgehändigt wurde, werden jetzt elektronisch übermittelt und gehen dem Finanzamt nicht verloren.

So erhalten Sie Ersatz für Ihre verloren gegangene Bescheinigung

  • Dieser direkte Weg von Ihrem Arbeitgeber zum Finanzamt hat für Sie vor allem den Vorteil, dass Sie beim Verlust der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung keine großen Probleme haben. Merken Sie bei der Einkommenssteuererklärung, dass Ihnen das Dokument fehlt, können Sie es bei Ihrem Arbeitgeber nochmal anfordern. Er kann die Bescheinigung einfach erneut ausdrucken.

  • Vielleicht sind Sie aber in der Situation, nicht mehr mit dem alten Arbeitgeber zu kommunizieren. Auch das ist keine große Hürde. Da dem Finanzamt Ihr Einkommen bereits elektronisch übermittelt wurde, liegt sie dort vor, und wird bei der Steuerberechnung in jedem Fall mit einbezogen – egal ob Sie die Daten bei der Erklärung angeben oder nicht.

  • Um jedoch keine falsche Erklärung abgeben zu müssen, können Sie die Daten auch von der letzten Lohnabrechnung entnehmen. Fast alle Abrechnung enthalten kumulierte Werte, die die Summe der vorangegangenen Monate ausweisen. Damit melden Sie Ihr Einkommen nach bestem Wissen und Gewissen, und eventuelle Abweichungen werden vom Finanzamt berücksichtigt und in der Erklärung zum Einkommenssteuerbescheid separat aufgelistet.

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