Was Sie benötigen:
  • Kugeln aus Holz, Styropor oder Keramik
  • und natürlich einen großen Garten

Ein Sonnensystem-Modell zu bauen ist nur auf den ersten Blick einfach. Das Problem sind nämlich die ungeheuer großen und vor allem unterschiedlichen Entfernungen, die die einzelnen Planeten von der Sonne haben. Dieses Problem müssen und mussten auch die Gestalter von Planetenwegen lösen: So ist der letzte Planet (Pluto) bei den meisten Modellen immerhin mehr als 4 km von der Sonne entfernt. Viele Modelle stellen die Größen der Planeten noch maßstabgerecht dar, mogeln jedoch bei den Entfernungen. Wenn Sie also etwas Platz in Ihrem Garten haben, können Sie sich so ein Modell des Sonnensystems bauen. Allerdings werden Sie die außen liegenden Planeten bei den Nachbarn - zumindest jedoch außerhalb Ihres Gartens - aufstellen müssen.

Das Sonnensystem darstellen - so klappt es im Garten

  1. Zunächst müssen Sie sich über die Größe der Sache klar werden - immerhin geht es doch um Entfernungen, die mehr als 400 m betragen (können). Überlegen Sie die Richtung des Sonnensystems und an welche Stelle dann Pluto kommen wird. 
  2. Der folgende Vorschlag ist im Maßstab 1 : 14 Mrd durchgerechnet und gibt sowohl die Größe der Planeten als auch deren Abstand von der Sonne gerundet, aber korrekt wieder. Nur die Größenverhältnisse von Sonne und Planeten wurden um den Faktor 10 vergrößert, sonst findet niemand Ihre winzigen Planeten. Sie sollten den Betrachter allerdings auf dieses Problem des Modells vom Sonnensystem aufmerksam machen.
  3. Stellen Sie die Sonne und die Planeten auf kleineren Stäben auf, markieren Sie den Weg im Sonnensystem mit fluoreszierenden Kieselsteinen oder einem Band.
  4. Der Durchmesser der Sonne beträgt 1 m. Vielleicht wählen Sie hierfür eine mit Goldfolie überzogene Styropor- oder Plastikkugel und platzieren sie in die Nähe Ihres Sitzplatzes auf der Terrasse. Eine entsprechende Beleuchtung für den Abend setzt Ihr Sonnensystem-Modell ins richtige Licht. 
  5. Auch wenn ein Größenfaktor von 10 für die Planeten genutzt wird, sind einige von Ihnen in diesem Modell winzig. Vielleicht wählen Sie kleine Lämpchen für die Planeten, damit sie nicht übersehen werden.
  6. Der Planet Merkur ist nicht nur winzig (nur etwas mehr als 3 Millimeter); sondern auch dicht an der Sonne. Sein Abstand beträgt gut 4 Meter.
  7. Für Venus und Erde können Sie Kugeln von etwa 1 cm wählen. Der Abstand der Venus beträgt fast 8 m, die Erde befindet sich in einem Abstand von gut 10 m von der Sonne. 
  8. Der Mars ist nur halb so groß wie die Erde und ist schon 16 m von der Sonne weg. 
  9. Nun kommt ein großer Abstand, in dem sich in einer Entfernung von knapp 30 m der Asteroidengürtel befindet. Vielleicht markieren Sie ihn quer zu Ihrem Weg.
  10. Der Jupiter hat schon einen Abstand von etwa 55 m von der Sonne und sein Durchmesser beträgt immerhin schon 10 cm. Immerhin ist Jupiter der Größte der Planeten. 
  11. Für den Planeten Saturn benötigen Sie eine Kugel von knapp 9 cm. Er befindet sich rund 100 m von der Sonne entfernt. Besonders interessant sind die Saturnringe, die Sie mit einem Ring um den Planeten andeuten können. 
  12. Uranus müssen Sie vielleicht bei Ihrem Nachbarn platzieren. Er ist nämlich rund 200 m entfernt und hat einen Durchmesser von knapp 4 cm.
  13. In Ihrem Modell des Sonnensystems platzieren Sie nun noch Neptun (Durchmesser knapp 4 cm) in einer Entfernung von 320 m und den Zwergplaneten Pluto (Durchmesser knapp 2 mm) in einem Abstand von 420 m. Wahrscheinlich befinden sich diese beiden Außenposten des Sonnensystems nicht mehr auf Ihrem Grundstück. Aber ein Weg kann ja dahin führen.

Logarithmischer Maßstab des Modells

  • Wie das vorige Modell gezeigt hat, machen die ungeheuren Entfernungs- und Größenunterschiede beim Bau eines Modells des Sonnensystems große Probleme: Die Entfernungen sind riesig, manche Planeten sind winzig im Vergleich zur Sonne.
  • Wenn Sie mathematisch etwas bewandert sind, können Sie alternativ die Abstände der Planeten in einem so genannten logarithmischen Maßstab anlegen. Dazu rechnen Sie die einzelnen Entfernungen mit dem Taschenrechner in Logarithmenwerte um und nutzen diese Berechnungen für den Aufbau des Modells. Aber der Eindruck der wirklich riesigen Dimensionen geht dann natürlich verloren.