- 02.08.2010 Sebastian Pekrul
Ein Buch schreiben lernen
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Nehmen Sie sich konkrete Arbeitszeiten vor, um an Ihrem Buch zu schreiben. Wenn Sie sich vornehmen, nur dann zu schreiben, wenn Sie „mal Zeit haben“ und Ihnen gerade etwas Tolles einfällt, werden Sie das Schreiben mit großer Wahrscheinlichkeit immer wieder aufschieben.
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Dies bedeutet nicht, dass Sie nicht auch zu anderen Zeiten schreiben dürfen! Wenn Sie tatsächlich plötzlich einen genialen Einfall haben, sollten Sie diesen auf jeden Fall aufschreiben – egal zu welcher Zeit. Am besten besorgen Sie sich ein schönes Notizbuch, dass Sie immer dabei haben sollten. Wann immer Sie eine Idee haben, können Sie diese schnell notieren. Das Gleiche geht natürlich auch mit einem Laptop.
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Manchmal wird es vorkommen, dass Sie zur festgesetzten Arbeitszeit am Schreibtisch sitzen und Ihnen überhaupt nichts einfällt. Sehen Sie dies nicht als eine Niederlage an. Derartige Phasen gehören genauso zum Schreiben eines Buches wie solche, in denen Sie nur so vor Kreativität sprühen und Ihre Ideen kaum so schnell aufschreiben können wie Sie Ihnen einfallen.
Praktische Hinweise zum Schreiben
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Es gibt keine allgemeingültige Anleitung oder gar Regel, in welcher Reihenfolgen ein Buch zu schreiben ist. Sie können einfach vom Anfang bis zum Ende schreiben, umgekehrt oder je nach Laune an einzelnen Szenen schreiben und diese später zusammenfügen.
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Hilfreich ist es in jedem Fall, den groben Plot – also den Handlungsverlauf – schon vor dem eigentlichen Schreiben zu bestimmen. So haben Sie eine Art Gliederung Ihres Buches, an der Sie sich orientieren können. Wenn Sie an einer Stelle mal nicht weiterkommen, können Sie einfach an einer anderen Szene weiterschreiben.
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Wichtig: Der grob skizzierte Handlungsverlauf ist kein Dogma. Seien Sie dafür offen, den Plot noch einmal komplett umzuschmeißen. Lassen Sie sich von Ihrem Buch und den Charakteren darin überraschen! Zwingen Sie letztere nicht in die Handlung, sondern versuchen Sie, die Kontrolle an die Charaktere abzugeben und sich von ihren Gefühlen, Bestrebungen und Eigenheiten leiten zu lassen.
So hauchen Sie der Story Ihres Buches beim Schreiben Leben ein
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Damit ein Buch realistisch wirkt, ist es essenziell, dass die darin vorkommenden Charaktere möglichst lebendig wirken. Beschreiben Sie im Verlaufe des Buches immer wieder Einzelheiten ihres Verhaltens, Aussehens und ihrer Gemütszustände. Empfehlenswert ist es, für jeden der Hauptcharaktere einen kleinen Ordner anzulegen, in dem Sie deren Eigenheiten (bezüglich Aussehen, Geschichte, Charakter, Verhaltensmuster usw.) festhalten.
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Auch wenn Sie sich feste Arbeitszeiten gesetzt haben, „schreiben“ Sie im Grunde immer an Ihrem Buch: Beobachten Sie viel und genau! Schauen Sie sich die Leute in der S-Bahn, in Cafés oder sonstwo an, lauschen Sie verschiedenen Gesprächen und ihren Eigenheiten.
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Versuchen Sie dabei immer wieder Verbindungen zu Ihren Charakteren herzustellen. Lassen Sie sich von der realen Welt um Sie herum inspirieren und übertreiben oder untertreiben Sie diese, um Spannung und Atmossphäre zu erzeugen.
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Wenn Sie gerade fleißig schreiben, sollten Sie sich niemals nur um der richtigen Formulierung willen bremsen. Entscheidend ist es, beim Schreiben von einem Buch in einen Schreibfluss zu kommen. Lassen Sie sich gehen und setzen Sie Emotionen frei. Oftmals ist das, was sich zunächst wie Schwachsinn anfühlt, eine geniale Idee, die Ihrem Buch eine unerwartete Wendung verleiht. Einzelne Formulierungen werden Sie später ohnehin noch mindestens einmal überarbeiten müssen.