Alle Kategorien
Suche

Ehebruch verzeihen - so könnten Sie es schaffen

Ehebruch ist sicher einer der häufigsten Gründe, aus denen sich zwei Menschen, die sich einst die Treue geschworen haben, trennen. Wenn Ihnen jedoch noch etwas an Ihrem Zusammenleben liegt, dann können Sie versuchen, Ihre Beziehung zu "retten". Das ist sicher schwer, aber nicht unmöglich. Machen Sie sich auf einen langen Weg gefasst: Oft ist es einfach zu verzeihen, vergessen werden Sie den Vorfall jedoch nicht so leicht.

Lösen Sie Ihre Eheprobleme besser in einer Paartherapie.
Lösen Sie Ihre Eheprobleme besser in einer Paartherapie.

Ehebruch - das "Aus" für Ihre Beziehung?

Es kommt bei Ehebruch und einer eventuellen Versöhnung darauf an, wie sehr Sie verletzt wurden. Im schlimmsten Fall werden Sie es nicht schaffen, Ihrem Partner zu verzeihen - eine Trennung ist dann (leider) unumgänglich.

  • Auch wenn es Ihnen sicher schwer fällt: Versuchen Sie zu verstehen, was passiert ist. Wie konnte es so weit kommen, dass Ihr Partner (Ihre Partnerin) Sie betrogen hat? Gab es bereits Anzeichen dafür, dass er (oder sie) sich innerhalb der Beziehung nicht mehr wohlgefühlt hat? Haben Sie es verpasst, sich umeinander zu kümmern und sich gegenseitig vernachlässigt?
  • Wer sich in seiner Beziehung übergangen und zurückgesetzt fühlt, der versucht vielleicht, sich die Liebe und die Zuwendung, die er vermisst und die er sich eigentlich von Ihnen wünscht, von jemand anderem zu holen. Das ist sicher nicht der richtige Weg, doch für viele, die in Ihrer Ehe unglücklich sind, der naheliegendste.
  • Wenn es so sein sollte, dürfen Sie sich jetzt aber keinesfalls die alleinige Schuld, an dem was passiert ist, geben. Schließlich hätte Ihr Mann (oder Ihre Frau) ein offenes Gespräch mit Ihnen suchen und führen können. Vielleicht hätten Sie gemeinsam eine Lösung für das Problem finden können. Der Ehebruch macht das nun - vorerst jedenfalls - unmöglich.

Verzeihen bedeutet nicht, das Geschehene zu vergessen

Wenn Sie nachvollziehen und vielleicht sogar verstehen können, wie es zu dem Ehebruch kommen konnte, dann können Sie an Ihrer Beziehung arbeiten.

  • Sie sollten merken, ob und wie sehr Ihr Partner seinen "Fehltritt" bedauert. Haben Sie das Gefühl, dass es ihm (oder ihr) wirklich Leid tut und dass es sich bei dem bedauerlichen Vorfall um eine einmalige Sache handelt, dann sollten Sie - vorausgesetzt Sie beide lieben sich noch - alles versuchen, um Ihre Beziehung zu retten.
  • Vorsicht: Verzeihen ist nicht gleich zu vergessen! Wer betrogen wurde, der verliert das Vertrauen. Auch wenn Sie den Ehebruch verziehen haben, es wird sehr viel Zeit vergehen, bis Sie vergessen können, was passiert ist. Vermutlich werden Sie misstrauischer sein, als Sie es für gewöhnlich sind. Vielleicht fangen Sie an, Ihren Partner zu kontrollieren. Denken Sie daran - das kann schnell zu neuen Komplikationen führen.
  • Wenn Ihnen beiden etwas an Ihrer Ehe liegt und Sie sich keinesfalls trennen wollen, dann ist es ratsam, sich für die Aufarbeitung und Bewältigung Ihrer Schwierigkeiten professionelle Unterstützung zu suchen. Denken Sie einmal über eine Paartherapie nach. Es muss Ihnen nicht unangenehm sein, sich mit Ihren Eheproblemen an einen Therapeuten zu wenden - nicht nur Sie wurden betrogen, Sie stehen nicht alleine da.
  • Versuchen Sie es: Selbst wenn es nicht funktioniert, haben Sie damit nichts falsch gemacht. Sie müssen sich später keine Vorwürfe machen und sich fragen, was wäre, wenn Sie etwas unternommen hätten, um Ihre Beziehung zu retten. Vergessen Sie nicht: Eine Trennung ist ein großer Schritt, zumal Sie sich im Laufe Ihrer Ehe sicherlich einiges gemeinsam aufgebaut haben.
Teilen: