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Der Aufbau von einem Transformator - so bauen Sie ein Modell

Der Aufbau von einem Transformator ist im Prinzip recht einfach. Ein funktionsfähiges Modell eines solchen Gerätes herzustellen, ist mit einfachen Mitteln durchaus möglich. Lesen Sie hier, wie es gemacht wird.

Einen einfachen Trafo selbst bauen
Einen einfachen Trafo selbst bauen

Was Sie benötigen:

  • Eisenkern (zum Beispiel eine dicke Schraube)
  • eine Spule isolierten Kupferdraht (Stärke etwa 0,35 bis 0,5 mm)
  • etwas Schmirgelpapier
  • Netzgerät 12 Volt Wechselspannung
  • Spannungsmessgerät

Wie ist ein Transformator aufgebaut?

  • Ein Trafo (Kurzform von Transformator) besteht vom Aufbau her aus zwei Wicklungen, welche auf einem Eisenkern aufgebracht wurden.
  • Wird eine der Wicklungen von einem Wechselstrom durchflossen, entsteht dadurch ein Magnetfeld, welches sich wegen des Wechselstroms ständig verändert.
  • Dadurch baut sich in der zweiten Wicklung ebenfalls eine Wechselspannung auf, da ein sich änderndes Magnetfeld in jedem elektrischen Leiter eine elektrische Spannung erzeugt. Dieser Vorgang wird als elektromagnetische Induktion bezeichnet.
  • Die Höhe der in der zweiten Wicklung erzeugten Spannung ist abhängig von der Anzahl der Windungen sowie natürlich von der Eingangsspannung.
  • Besitzt beispielsweise die Eingangswicklung (auch Primärwicklung) 100 Windungen und die Ausgangswicklung (Sekundärwicklung) des Transformators 200 Windungen, so ist auch die Ausgangsspannung etwa doppelt so hoch wie die Eingangsspannung.

So gelingt der Aufbau eines Modells

  1. Als Erstes benötigen Sie zum Aufbau einen Eisenkern, auf welchem Sie die zwei Wicklungen aufbringen müssen. Dafür können Sie beispielsweise eine etwas dickere Schraube verwenden (z. B. Größe M10 oder M12).
  2. Jetzt wickeln Sie etwa 200 Windungen aus isoliertem Kupferdraht auf die Schraube auf. Wenn es geht, sollten Sie die Windungen möglichst sauber aufwickeln. Lassen Sie die beiden Enden des Kupferdrahtes einige Zentimeter aus der Wicklung herausschauen.
  3. Nun bringen Sie die zweite Wicklung auf. Hier können Sie beispielsweise 400 Windungen aufwickeln. Auch hier lassen Sie die Enden wieder herausschauen.
  4. Isolieren Sie die Enden mit etwas Schmirgelpapier ab und schließen Sie die Wicklung mit 200 Windungen an ein Netzgerät mit 12 Volt Wechselspannung an.
  5. Mit den Anschlüssen der anderen Wicklung schließen Sie ein Messgerät an, welches auf den Messbereich 200 Volt Wechselspannung (AC) eingestellt ist.
  6. Die Ausgangsspannung sollte nun deutlich über der Eingansspannung liegen. Wahrscheinlich wird diese nicht das Doppelte betragen, da bei diesem einfachen Aufbau der Wirkungsgrad nicht besonders hoch ist. Diesen könnten Sie dadurch verbessern, wenn Sie einen geschlossenen Eisenkern (Ring) verwenden.

Ein sehr wichtiger Hinweis noch zum Schluss: Schließen Sie den Transformator aus Gründen der Sicherheit niemals an das Stromnetz an.

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