Clematis - Pflege
Die Clematis, auch Waldrebe genannt, zählt zu den beliebtesten Zierpflanzen. Dies verdankt sie nicht zuletzt ihrer wunderschönen Blütenvielfalt und ihrer langen Blütezeit bis in den Herbst hinein. Gleichzeitig ist die Clematis eine robuste Kletterpflanze, die nur wenig Pflege benötigt, solange man einige Grundsätze beachtet.
- 19.07.2010 Alexandra Forster
Was Sie benötigen
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- Standort: Die Clematis war ursprünglich in lichten Wäldern Amerikas, Asiens und Europas beheimatet. Sie verträgt zwar sonnige Standorte gut, jedoch sollten Sie zumindest ihre Wurzeln mit Hilfe von bodenbedeckenden Pflanzen vor zu viel Licht und Wärme schützen. Bezüglich der Bodenqualität ist die Clematis anspruchslos.
- Pflanzung: Pflanzen Sie Ihre Clematis gut 15 cm tiefer in Ihrem Garten ein, als sie beim Kauf im Blumentopf eingepflanzt war. So können Triebe besser anwachsen und im Winter ist die Pflanze vor Frost geschützt. Bei Lehmböden sollten Sie Sand oder Schotter zum Schutz vor Staunässe in das Pflanzloch füllen, bevor Sie die Pflanze einsetzen. Bei Sandboden fördert eine Schicht Humus das Wachstum.
- Gießen und Düngen: Halten Sie Ihre Clematis feucht, ohne dass sich Staunässe bildet. Warten Sie dafür mit dem Gießen, bis die oberste Erdschicht trocken ist. Wenn Sie den Boden um Ihre Clematis mulchen, können Sie sich das Düngen sparen. Ansonsten sollten Sie die Pflanze im Frühjahr mit einem gewöhnlichen Pflanzendünger düngen.
- Zuschnitt: Da Ihre Clematis ohne regelmäßigen Zuschnitt im unteren Bereich kahl würde, sollten Sie sie einmal im Jahr zuschneiden. Der optimale Schnitt-Zeitpunkt hängt davon ab, ob Ihre Clematisart zu den Frühjahrs- oder den Sommerblühern gehört. Erstere bilden bereits im Frühjahr ihre Knospen aus, weshalb Sie sie erst nach der Blüte schneiden dürfen. Bei Sommerblühern bilden sich die Knospen erst an den Trieben, die nach dem Zuschnitt austreiben. Diese Arten werden schon im März auf etwa 50 cm Höhe zurückgeschnitten.
- Blüte: Manche Clematisarten blühen öfter, wenn Sie nach der Blüte die trockenen Blüten abschneiden. Die Triebe dabei nicht kürzen. Ab dem Spätsommer sollten Sie Ihre Clematis nicht mehr schneiden, da sie sonst frostanfällig ist.
- Krankheiten: Die Clematiswelke ist die häufigste Erkrankung dieser Art. Pilze verursachen schlaffe Blätter, Triebe und Blüten. Sie können die Pilze nur mit einem radikalen Rückschnitt bis in das gesunde Holz, notfalls bis über den Erdboden, bekämpfen. Das Schnittgut müssen Sie in die Mülltonne werfen, da sich der Pilz weiter ausbreitet. Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis Ihre Clematis wieder austreibt.
