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Bürgerinitiative gründen - so geht's

Sie sind politisch interessiert, haben ein politisches Anliegen und möchten eine Bürgerinitiative gründen? Es gibt einige Dinge, die man dabei beachten sollte, damit die Gründung der Gruppe gelingt. Eine Bürgerinitiative kann sich z.B. für oder gegen den Bau von Straßen, Ausbau von Flughäfen, den Erhalt von Bäumen und Wäldern oder für mehr Kitas einsetzen. Bürgerinitiativen nehmen an Sitzungen der Kommunalpolitiker teil und plädieren dort für ihr Anliegen.

Mit den richtigen Mitteln lässt sich einfach eine Bürgerinitiative gründen.
Mit den richtigen Mitteln lässt sich einfach eine Bürgerinitiative gründen.

Was Sie benötigen:

  • Ausreichendes Budget für Telefonkosten und Flyerdruck
  • Internet
  • Telefonanschluss
  • Handy
  • PC
  • Papier
  • Druckerei für Sponsorflyer
  • Sehr viel Zeit
  • 2 - 3 Mitstreiter
  • Vielzahl von Mitgliederm in der zweiten Phase
  • Kontakte zur Lokalpresse
  • Ideal: Kontakte zum Regionalfernsehen
  • Kontakte zu regionalen Radiosendern
  • Anrufbeantworter
  • Kostenloses Webspace für Webseite
  • Optimal: HTML-Kenntnisse
  • FTP-Programm (kostenlos im Internet)
  • Regionalzeitungen

So können Sie erfolgreich eine Bürgerinitiative gründen

  • Nehmen Sie als Beispiel das Gründen der Bürgerinitiativen, die sich für den Erhalt der 100jährigen Baumallee einsetzen möchten, die abgeholzt werden soll.
  • Rufen Sie zuerst alle Ihre Freunde, Bekannten und Verwandten an und fragen Sie, ob jemand von Ihnen Interesse hätte, sich für Ihr Anliegen ebenfalls einzusetzen. Es geht darum, eine Vorbereitungsgruppe zu gründen. Verzagen Sie nicht, wenn Sie von der Mehrzahl der Angerufenen eine Absage erhalten. Viele Menschen sind in Beruf und Familie zeitlich stark eingebunden. Sie sollten zwei bis drei Mitstreiter für die erste Gründungsphase finden.
  • Sie haben drei Mitstreiter gefunden, nun entwerfen Sie nach einem ersten Vorgespräch mit den Mitstreitern ein Flugblatt, damit Sie eine Gründungsversammlung ins Leben rufen können. Wenn das Flugblatt für die Gründungsversammlung fertig ist und in einer Druckerei gedruckt wurde, verteilen Sie die Flyer in der Umgebung des betroffenen Ortes. Das Flugblatt muss den Hinweis V.i.S.d.P (Verantwortlich im Sinne des Presserechts) enthalten mit Ihrer kompletten Adresse und Telefonnummer.
  • Achten Sie beim Flyerverteilen darauf, dass Sie nur in die Briefkästen die Werbung für Ihre Bürgerinitiative werfen, auf denen keine Verbotsaufkleber für Werbung stehen. Nicht überall sind Wurfsendungen erwünscht.
  • Nehmen Sie Kontakt zur örtlichen Presse auf, damit Sie das Gründen Ihrer Bürgerinitiative bekannter machen können.
  • Wenden Sie sich auch an regionale Radiosender und machen Sie auf Ihr Anliegen aufmerksam. Es gibt diverse regionale Radiosender, die über das Internet senden.
  • Hören Sie regelmäßig Ihren Anrufbeantworter ab und reagieren Sie zeitnah auf Anrufe von interessierten Bürgern.
  • Leeren Sie regelmäßig Ihren Briefkasten, da manche Bürger sich auch postalisch an Sie wenden. Idealerweise schreiben Sie den Namen der Bürgerinitiative auch an Ihren Briefkasten, sofern erlaubt.
  • Erstellen Sie eine Webseite auf einem kostenlosen Webspace. Hier gibt es viele Anbieter im Internet. Dies macht Ihre Bürgerinitiative um ein Vielfaches bekannter. Man kann auch mit MS Word eine Webseite erstellen.
  • Lesen Sie regelmäßig Ihre Regionalzeitungen, damit Sie immer aktuell über das Geschehen informiert sind.
  • Die Bürgerinitiative steht, wenn sich ein fester Kern an Mitstreitern gefunden hat. Eine Bürgerinitiative muss nicht immer groß sein, man kann auch mit sieben oder acht Mitstreitern sinnvolle Bürgerinitiativenpolitik betreiben.
  • Wenden Sie sich an andere Vereine und Initiativen, die auf Ihrer Linie sind. Bilden Sie mit diesen ein Netzwerk. Es kann hierfür auch sinnvoll sein, dass Netzwerk von MSN zu nutzen, da man hier sehr viele Tools hat, die eine Vernetzung stark vereinfachen. Es lassen sich schnell neue Informationen an eine Vielzahl von Leuten weitergeben, die zudem noch - je nach Privatsphäreeinstellung - öffentlich sein können. Das Gleiche gilt für soziale Netzwerke wie Facebook. Auch dort ist die Gründung einer Interessengruppe möglich.
  • Nun können Sie Sitzungen von Kommunalversammlungen besuchen, Demonstrationen organisieren und Ihr Anliegen bei verschiedenen Gelegenheiten vorbringen. Auch ist eine Online-Petition im Bundestag denkbar.
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