Alle Kategorien
Suche

Brunnenrohr reinigen - so gelingt's

Ein Brunnen bietet nur Vorteile - er macht optisch etwas her, gibt einem ein gewisses Selbstversorgergefühl und versetzt den Besitzer zudem in eine eigentlich längst vergangene Zeit. Nur Vorteile? Von wegen - nicht so, sobald sich erste Brunnenveralterungsspuren zeigen und es an die erste Reinigung von Brunnenrohr und Pumpe geht. Ein paar Tipps für die unvermeidliche und trotzdem nervige Reinigung finden Sie hier.

Essig hilft bei der Brunnenrohrreinigung.
Essig hilft bei der Brunnenrohrreinigung.

Was Sie benötigen:

  • Essigessenz
  • Dampfstrahler
  • Vakuummeter

Probleme mit Brunnenrohr und -pumpe

  • Je älter ein Brunnen, desto wahrscheinlicher, dass er langsam versandet. Befindet sich der Brunnen in einer feinsandhaltigen Schicht, so ist es nur natürlich, dass einzelne Sandteilchen in den Brunnenrohren und an den Filterschlitzen kleben und die schließlich verstopfen.
  • Das zweite Alterungsproblem einer Brunnenanlage ist die Verkalkung, übrigens ähnlich der Verockerung. Sich im Grundwasser befindlicher Kalk wandelt sich durch Überbeanspruchung des Brunnens in eine wasserunlösliche Ablagerung an Filter wie auch der Innenseite von Rohren, den Brunnen tatsächlich regenerieren kann man in einem solchen Falle kaum.

Säuberungsmaßnahmen von Rohren und Pumpe im Brunnen

  • Um die Versandung von Brunnenrohren und der Pumpe zu verhindern, sollten Sie regelmäßig eine Stunde mit 0,5 m3/h pumpen, anschließend eine Stunde mit 1 m3/h und am Ende eine weitere mit Vollleistung der Pumpe. So werden die Sandteilchen abschnittsweise aus der Umgebung der Pumpe gezogen und der Sand kommt nicht auf einmal vor den Filter um ihn zu verstopfen, statt dessen wird er stufenweise und langsam durch den Filter gelassen
  • Um gegen die Verkalkung vorzubeugen, müssen Sie zunächst den Betrieb des Brunnens überwachen. Setzen Sie dafür ein Vakuummeter in die Saugleitung ein, um den Brunnenunterdruck zu messen. Durch Verstopfungen von Brunnenrohren oder Filter zeigt das Vakuummeter Energieverluste als Druckverluste an. Stimmt die angezeigte Saughöhe also nicht mit der tatsächlichen Entfernung von Brunnengrund und Grundwasser überein, so liegt das mit hoher Wahrscheinlichkeit an Verkalkung.
  • Um Kalkablagerungen wirklich zu beseitigen, müssen Brunnenrohr und Brunnenpumpe auseinandergebaut werden - hier kann Ihnen die Bedienungsanleitung helfen. Haben Sie schließlich die Einzelteile Ihres Brunnens in der Hand, können Sie diese mit säurehaltigen Mitteln wie Essig oder extra für Entkalkung hergestellten Reinigern einweichen und am Ende gut durchspülen, um den Kalk anzulösen.
  • Ist Ihnen das Zerlegen zu aufwendig, so gibt es noch eine zweite Möglichkeit, Brunnenrohre zu reinigen. So können Rohre, wenn sie nicht ausgebaut wurden, bei Stillstand des Brunnens mit einem Hochdruckreiniger oder Dampfstrahler durchspült werden, der auf höchster Stufe wenigstens einen Teil der Verkalkung und Versandung aus den Rohren herausjagen sollte.

Ist das Brunnenrohr einmal gesäubert, heißt das aber nicht, dass Sie nun wieder Ruhe haben - je älter der Brunnen, desto öfter sollten Sie Vorbeugemaßnahmen gegen Kalk und Versandung treffen von Rohren und Pumpe treffen. Wer öfter einmal mit Essigessenz durchspült oder stufenweise pumpt, um auch kleinere Sandablagerungen zu entfernen, der wird ganz sicher länger Spaß an seinem Brunnen haben, weil es so gar nicht zu extremer Versandung oder Verkalkung der Brunnenrohre oder des Filters kommen kann.

Teilen: