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Aphrodite - eine kurze Einführung in die griechische Mythologie

Aphrodite ist heutzutage vor allem als Symbol für Liebe und Lust bekannt. Wenige wissen jedoch, wie es dazu kam, dass sie eine olympische Göttin wurde. Zudem gibt es noch eine andere, dunklere Seite der Göttin der Schönheit, die oftmals zugunsten einer romantischeren Darstellung von ihr verschleiert wird.

Der Aphroditefelsen in Zypern - wurde hier Aphrodite geboren?
Der Aphroditefelsen in Zypern - wurde hier Aphrodite geboren? © strowa / Pixelio

Aphrodites Rolle im Olymp

  • Das Wort „Mythologie“ bedeutet generell die Lehre von Göttern. Oftmals beinhalten die Mythen aber auch menschliche Helden, Monster, Riesen u. a. In der griechischen Mythologie gehören in diese Gruppen z. B. die Medusa und der Minotaurus.
  • Bei den Gottheiten wird unterschieden in die olympischen Götter, Götter und Halbgötter. Aphrodite gehört zu den zwölf olympischen Göttern im engeren Sinne, die so genannt werden, weil sie auf dem Olymp wohnen. Dieser Definition nach gehört beispielsweise Hades nicht zu den olympischen Göttern, da er in der Unterwelt herrscht.
  • Die olympischen Götter gelangten laut der griechischen Mythologie an die Macht, nachdem Uranos, der erste Herrscher der Welt, von seinem Sohn Kronos, einem Titanen, entmachtet wurde. Kronos wiederum wurde von seinem Sohn Zeus besiegt, der als Göttervater und mächtigster Gott bekannt wurde.
  • Es gibt mehrere Versionen zu Aphrodites Geburt. Die bekannteste ist wahrscheinlich, dass sie aus Schaum geboren wurde. Dies wird auch durch ihren Namen nahegelegt, da das griechische „aphros“ Schaum bedeutet. An Land wurde sie daraufhin von weiblichen Göttern geschmückt und im Olymp vorgestellt, wo sie aufgrund ihrer umwerfenden Schönheit zur Adoptivtochter von Zeus wurde.
  • Unklar ist, wo sie an Land gegangen ist. Diese Rolle beanspruchen zum einen das heutige Zypern und zum anderen Kythira für sich.

Wer war Aphrodite?

  • Ursprünglich war sie wahrscheinlich für Wachstum und Entstehung verantwortlich. Daraus entwickelte sich aber zunehmend ihre Rolle als Göttin der Liebe, Schönheit, Fruchtbarkeit und Lust. Ihr Gegenstück in der römischen Mythologie ist Venus.
  • Ihr Ehemann war Hephaistos, der Gott der Schmiedekunst. Dem Mythos nach schmiedete er ihr einen Liebeszaubergürtel, durch den sie für alle unwiderstehlich wurde. Leider betrog sie Hephaistos häufig, z. B. mit Adonis, dem Gott der Schönheit.
  • Sie schenkte den Menschen Liebe und Leidenschaft, verführte sie aber auch zur Untreue. Zudem ist sie zwar großzügig, kann aber ebenso rachsüchtig sein, wenn man ihr gegenüber undankbar ist oder sie nicht ehrt.
  • Dem Mythos nach wurde der Trojanische Krieg durch sie ausgelöst. Der Trojaner Paris sollte entscheiden, ob sie, Hera oder Athene die schönste Göttin ist. Aphrodite versprach ihm Helena, die schönste aller Frauen, wenn er sie auswählen würde. Aufgrund dieses Versprechens entführte Paris Helena, woraufhin sich die Griechen an Troja rächen wollten.
  • Symbolisiert wird sie z. B. durch den Schwan, die Rose und den Apfel. Des Weiteren werden Austern aufgrund ihrer erotisierenden Wirkung mit ihr in Verbindung gebracht.
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