- 23.01.2012 Roswitha Gladel
- Schmierseife
- Spiritus
- Leimringe
- Blattstärkungsmittel
Tipps, um den Apfelbaum gesund zu halten
Ähnlich wie bei Krankheiten beim Menschen können Sie mit Hygiene einiges verhindern. Hier ein paar Tipps zur Apfelbaumhygiene:
- Schneiden Sie den Apfelbaum regelmäßig, denn zu dichtes Laub verhindert, dass Luft durch den Baum gehen kann. Außerdem wird es im Inneren der Baumkrone dunkel. Die Dunkelheit führt zu schwachen Trieben in dem Bereich, der Apfelbaum wird anfälliger gegen Krankheiten, die schlechte Lüftung erhöht die Anfälligkeit für Pilzerkrankungen.
- Zur Hygiene beim Apfelbaum gehört auch, dass Sie nicht mit Gartenscheren arbeiten, die stumpf sind. Diese quetschen das Holz und machen es faserig. In diese Schnittstellen können Pilze eindringen. Achten Sie darauf, saubere und glatte Schnitte zu hinterlassen, die schräg verlaufen, damit Regenwasser besser ablaufen kann.
- Es ist eine Unsitte, erst befallene Bäume und Sträucher zu schneiden und dann mit der Schere und den Handschuhen, an denen Pilzsporen oder Teile vom Myzel haften, an gesunde Bäume zu gehen. Schneiden Sie gesunde Bäume nur mit einer sauberen Schere, danach erst die Kranken. Es schadet nicht, wenn Sie die Schere und die Handschuhe zwischendurch mal kurz desinfizieren, bevor Sie einen anderen Pflanzenteil oder eine andere Pflanze schneiden. So können Sie die Ausbreitung von Krankheiten am Apfelbaum verhindern.
- Versiegeln Sie größere Schnittflächen mit Baumwachs. Das verhindert nicht nur das Austrocknen des Baumes, sondern auch ein Eindringen von Pilzen. Faustformel, wenn die Schnittstelle so groß ist, dass Sie sägen mussten, müssen Sie mit Baumwachs versiegeln.
- Auch Tipps, wie Sie Ameisen bekämpfen können, sollten Sie beachten, denn Ameisen tragen gerne Blattläuse auf Bäume, damit es denen dort gut geht. Ameisen leben zum Teil von den Ausscheidungen der Blattläuse und hegen diese. Blattläuse gehören zu den parasitären Ungeziefern, die einen Apfelbaum befallen können. Leimbänder können Ameisen daran hindern, auf den Baum zu kommen, aber ganz sicher ist der Schutz nicht, da die Tiere da sehr findig sein können.
- Auch die Larven verschiedener Schmetterlinge können einem Apfelbaum das Leben schwer machen. Hier sind der Apfelwickler und der Apfelschalenwickler besonders aktiv. Leimbänder an den Stämmen und ein sofortiges Einsammeln des befallenen Obsts sind hier die entscheidenden Tipps.
Maßnahmen gegen Krankheiten an Obstbäumen
Die meisten Krankheiten befallen nicht nur den Apfelbaum, sondern auch andere Pflanzen bzw. Obstsorten, eine spezielle Apfelbaumkrankheit gibt es nicht.
- Gegen den Apfelschalenwickler - den Befall erkennen sie an Gespinsten an den Blättern, in denen Sie Gelege sehen - aber auch gegen Blattläuse und Spinnmilben helfen Spritzungen mit einer Lösung aus 3-4 Esslöffel Schmierseife, zwei bis drei Schnapsgläsern Spiritus auf 5 l Wasser.
- Ab dem Frühjahr sollten Sie den Apfelbaum mit blattstärkenden Mitteln wie Schachtelhalmextrakt oder speziellen Mitteln zur Vorbeugung gegen Pilzbefall spritzen. Nehmen Sie biologische Produkte auf Algenbasis, das spart die Chemiekeule.
- Bringen Sie vorbeugend Leimringe an und Nistkästen für Nützlinge wie Ohrenschleifer oder locken Sie gezielt Marienkäfer an, in dem Sie Holunderblütenextrakt versprühen und einen Teil des Gartens gezielt verwildern lassen.
Sollten Sie diese Tipps beachten, dürften eigentlich kaum Krankheiten am Apfelbaum auftreten. Nur wenn es nicht anders geht, sollten Sie zu chemischen Spritzmitteln, die aber gezielt gegen die entsprechenden Krankheiten entwickelt worden sind, greifen. Holen Sie sich auf jeden Fall Tipps vom Fachmann, bevor Sie irgendetwas versprühen, das vielleicht nur giftig ist, aber gegen die spezielle Krankheit nicht hilft.