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Angst vor Medikamenten - so gehen Sie damit um

Angst vor Medikamenten muss zunächst nichts Schlimmes sein. Doch diese Befürchtung kann dann hinderlich werden, wenn Sie die Tabletten einnehmen müssen. Mit den richtigen Tipps können Sie die Angst verringern.

Die Angst vor Tabletten kann sehr belastend sein.
Die Angst vor Tabletten kann sehr belastend sein.

Angst ist auch ein körperliches Phänomen

Wenn Sie Angst vor Medikamenten haben, ist es zunächst wichtig zu wissen, was im Körper passiert, wenn Sie diese starke Emotion erleben.

  • Wenn Sie Angst haben, wird Ihr Organismus in Alarmbereitschaft versetzt. Das bedeutet, dass sich Ihr Körper auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Diese Funktion stammt noch aus der Urzeit und war in früheren Situationen durchaus hilfreich. Doch heutzutage kann es dadurch zu starken Beeinträchtigungen, bis hin zu Panikattacken kommen. 
  • Der Körper fährt alles hoch, was Energie bereitstellt. Der Blutdruck sowie die Herzfrequenz steigen, die Muskelanspannung und die Atemfrequenz werden erhöht und Adrenalin wird ausgeschüttet. 
  • Sie verfügen in dem Moment über sehr viel Energie, die nicht abgebaut werden kann, wenn Sie eine Tablette schlucken müssen. Wenn Sie also Angst vor der Einnahme von Medikamenten haben, verkrampft sich Ihr Körper nur noch mehr.

Die Befürchtung vor den Medikamenten reduzieren

Es ist durchaus eine Stärke, dass Sie Angst vor Medikamenten haben. Denn das stellt sicher, dass Sie nicht einfach ohne Überlegung irgendwelche Pillen schlucken.

  • Doch wenn Sie selbst feststellen, dass die Angst vor den Tabletten überhöht ist, ist diese weniger hilfreich.
  • Ihnen können vor allem Entspannungsübungen beim Abbau von Anspannung und Angst helfen. Insbesondere das Autogene Training, aber auch die Meditation oder die Progressive Muskelentspannung haben sich in diesem Zusammenhang als hilfreich erwiesen. 
  • Bei der progressiven Muskelentspannung geht es darum, die Körperwahrnehmung zu erhöhen, sowie psychovegetative Anspannung und Angst zu reduzieren. Hierbei wechseln Sie jeweils die einzelnen Körperregionen (Arme, Hände, Gesicht, Rücken, Bauch, Beine, Füße) und spannen die jeweilige Muskulatur für etwa fünf Sekunden an und lassen anschließend wieder los. Spüren Sie dabei bewusst den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung. Wenn Sie geübt in diesem Verfahren sind, können Sie es bei auftretender Angst sofort anwenden und diese reduzieren.
  • Diese Verfahren sollten Sie regelmäßig durchführen (mindestens dreimal in der Woche). So senken Sie Ihre allgemeine Anspannungskurve. Damit sinkt auch die Gefahr eine Angstattacke zu bekommen, wenn Sie eine Tablette einnehmen müssen.
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