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An den Rosen sind Raupen - so können Sie dagegen vorgehen

Rosen sind sehr empfindliche Pflanzen und die Königinnen unter den Blumen. Deshalb brauchen sie viel Pflege und Sie sollten die Pflanzen regelmäßig auf Schädlingsbefall und Krankheiten wie Mehltau, Blattläuse und Raupen untersuchen.

Gesunde Rosenstöcke bekommen große, kräftige Blüten.
Gesunde Rosenstöcke bekommen große, kräftige Blüten.

Krankheiten an Ihren Rosen - so beugen Sie vor

Rosen sind besonders anfällig für Pilzkrankheiten wie dem echten Mehltau und dem Sternrußtau. Doch auch Blattläuse und Raupen können den Pflanzen zu schaffen machen. Die Raupen an sich sind keine Schädlinge, aus den meisten werden nämlich Schmetterlinge. Aber sie brauchen viel Nahrung und schädigen die Pflanzen, weil sie die Blätter anknabbern. 

  • Den Mehltau erkennen Sie an weißen oder gräulichen Belegen auf den Blättern, Knospen und Trieben.
  • Sternrußtau erkennen sie an schwarz-braunen Flecken auf den Blättern mit Strahlen an den Fleckenrändern. Die Blätter vergilben frühzeitig und fallen einfach ab.
  • Mehltau entsteht besonders bei warmer, trockener Witterung und breitet sich in kühleren und feuchten Nächten aus.
  • Der Sternrußtau wird dagegen durch feuchte Witterung gefördert.
  • Die beste Maßnahme gegen diese Krankheiten ist die richtige Standortwahl für Ihre Rosen. Der Standort sollte gut belüftet sein, ohne dass die Pflanzen Zugluft bekommen.
  • Die Blätter sollen nach einem Regenguss schnell abtrocknen können.
  • Sie sollten außerdem die Blumen lieber seltener gießen, dafür aber ausgiebig und bevorzugt morgens. 
  • Achten Sie darauf, direkt in den Wurzelbereich zu gießen, sodass die Pflanze trocken bleibt.
  • Wichtig ist zudem, dass Sie beim Düngen eine Überdüngung mit Stickstoff vermeiden. Weniger ist mehr.

Schädlingsbefall an Ihren Rosen - so vertreiben Sie Raupen und Blattläuse

Blattläuse und kleines Ungeziefer können Sie ganz einfach von Ihren Rosen fernhalten. Tiere wie Raupen hingegen sind schwierig in Griff zu bekommen.

  • Pflanzen Sie zwischen Ihre Rosen kleine "Helferlein", die die Königin der Blumen beschützen. Diese Pflanzen werden teilweise auch "Opferpflanzen" genannt. Dazu gehört zum Beispiel der Lavendel, der als Helfer grundsätzlich viele Schädlinge, insbesondere aber Blattläuse, vertreibt. Setzen Sie die Lavendelpflanzen einfach immer zwischen und um die Rosenstöcke. Das ist nicht nur hilfreich, sondern auch sehr dekorativ.
  • Setzen Sie zudem Kapuzinerkresse, die dann ein Opfer wäre, in die Nähe der Blumen, denn diese zieht die Blattläuse an.
  • Auch die Tagetes oder Studentenblume zieht Schädlinge an. Sie wird oft um Tomaten herum gepflanzt, hilft aber auch den Rosen. Tagetes ziehen die Schnecken auf sich und werden auch von anderen Schädlingen aus dem Boden als Erstes befallen.
  • Gegen Raupen gibt es keine Garantie. Die genannten Helferpflanzen können sie vertreiben, es gelingt aber nicht immer. Sie müssen hier einfach hartnäckig die Raupen einsammeln und an anderer Stelle wieder aussetzen. Das Zerquetschen ist ekelig und nicht sinnvoll.
  • Raupen sind nicht generelle Schädlinge, aus ihnen entstehen meistens nützliche Insekten. Größtenteils sind es die verschiedenen Schmetterlingsarten und nützliche Käfer. Bedenken Sie, dass manche Raupensorten und Larven auch Blattläuse fressen. So zum Beispiel die Larven der Marienkäfer.
  • Oftmals hilft es, die Raupen auf den Kompost zu setzen. Dort finden sie genügend Nahrung und können sich zum Verpuppen verstecken. 
  • Damit sie dort bleiben, sollten Sie Ihnen dort viele verschiedene Salatblätter und Vergissmeinnicht anbieten, die Sie zu viel im Beet haben.
  • Für das biologische Gleichgewicht sorgen außerdem die Vögel, die Raupen fressen - und sobald alle Insekten geschlüpft sind, werden sich Ihre Rosenstöcke schnell erholen.
  • Die Rosen einfach kräftig mit dem Gartenschlauch und einer Brause abzusprühen, ist nicht sinnvoll. Zum einen werden dann die Blätter wieder zu nass und anfälliger für Mehltau und zum anderen halten sich die Raupen sehr hartnäckig fest. Sie kommen also um das Einsammeln mit der Hand nicht herum. Mit Gartenhandschuhen ist das auch nicht schlimm und schnell erledigt. Die Verantwortung für einen Garten bedeutet immer auch, sich Zeit für die Pflege zu nehmen. So können Sie die schönen Zeiten im Garten dann auch noch mehr genießen.

Viel Erfolg! 

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