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Als Quereinsteiger zum Immobilienmakler - so geht's

Immobilienmakler arbeiten haupt- und nebenberuflich. Auch Quereinsteiger haben so eine Chance. Obwohl die Tätigkeit des Immobilienmaklers keine geschützte Berufsbezeichnung darstellt, müssen Sie einige Formalitäten beachten und bestimmte Kenntnisse erwerben, um in dieser Branche Fuß zu fassen.

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Was Sie benötigen:

  • Gewerbeerlaubnis

Als Immobilienmakler benötigen Sie eine Gewerbeerlaubnis nach § 34 c Gewerbeordnung. Sie beantragen diese beim Gewerbeamt Ihrer Gemeinde.

Als Quereinsteiger nicht zu viel auf einmal vornehmen

  • Da die Erlaubnis auch die Vermittlung von Kapitalanlagen und Darlehen, sowie die Durchführung von Bauvorhaben als Bauträger erfasst, sollten Sie Ihren Antrag auf die Vermittlung von Immobilien beschränken. Dadurch ersparen Sie sich zusätzliche Gebühren.
  • Für die Erlaubnis, als Immobilienmakler arbeit zu dürfen, müssen Sie je nach Gemeinde mindestens 300 Euro veranschlagen.
  • Die Erlaubnis setzt voraus, dass Sie in den letzten fünf Jahren nicht wegen eines Wirtschaftsdelikts strafrechtlich verurteilt wurden und kein Insolvenzverfahren gegen Sie eröffnet wurde oder beantragt ist.
  • Ferner müssen Sie die Unbedenklichkeitsbescheinigung Ihres Finanzamtes vorlegen, in der Ihnen bestätigt wird, dass Sie keine aktuellen Steuerschulden haben.

Die Tätigkeit des Immobilienmaklers ist kein Ausbildungsberuf und keine geschützte Berufsbezeichnung. So haben Sie auch als Quereinsteiger eine Chance, die aber nur sinnvoll genutzt werden kann, wenn Sie die Vermittlung von Immobilien nicht nur als Freizeitaufgabe ansehen.

Gute Immobilienmakler beeindrucken mit Sach- und Fachkenntnis

Ohne Kenntnis der für die Vermittlung von Immobilien notwendigen gesetzlichen Bestimmungen des Vertrags-, Makler- und Immobilienrechts werden Sie keinen Erfolg haben.

  • Vor allem müssen Sie die baulichen Aspekte einer Immobilie kennen und beurteilen und einem Kaufinteressenten erläutern können, in welchem baulichen Zustand sich eine Immobilie befindet oder wie ihr Verkehrswert einzuschätzen ist.
  • Ein guter Immobilienmakler begleitet seinen Kunden bis zum Abschluss des notariellen Kaufvertrages.
  • Die hierfür notwendigen Kenntnisse lassen sich in privaten Bildungseinrichtungen, Berufsakademien, einigen Industrie- und Handelskammern oder in Fernkursen erwerben.
  • Wichtig ist, dass Sie Ihre Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer ablegen, damit Sie einen anerkannten Nachweis Ihrer Ausbildung erhalten. Auf diesem Wege haben Sie die Möglichkeit, sich als Quereinsteiger bei einem etablierten Immobilienmakler zu bewerben und unter dessen Anleitung praktische Erfahrungen zu sammeln.
  • Wenn Sie als Quereinsteiger sich direkt selbstständig machen wollen, sollten Sie eine längere Durststrecke einkalkulieren. Sie müssen Objekte und Kaufinteressenten akquirieren, eine Büroausstattung anschaffen und vor allem mobil sein.
  • Ihre Tätigkeit spielt sich vor allem am späten Nachmittag, abends und an den Wochenenden ab, wenn die Kunden Freizeit haben.
  • Seriöse Immobilienmakler weisen sich als Mitglied in einem der anerkannten Berufsverbände aus. Diese fordern regelmäßig eine branchenspezifische Ausbildung.
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