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Albino-Gegenteil - Wissenswertes zum Melanismus

In der Tierwelt spricht man von Melanismus, wenn beispielsweise das Fell oder die Haut eines Tieres eine überdurchschnittlich dunkle Pigmentierung, sprich: Schwarzfärbung, aufweist. Vertrauter ist Ihnen sicherlich der Begriff Albino, ferner auch unter Albinismus (beim Menschen) bekannt: Eine helle Haar- bzw. Hautfärbung (bei Tieren die Fellfärbung) und eine helle bis rote Iris sind in diesem Fall die sichtbaren Merkmale. Melanistische Tiere stellen im Tierreich das Gegenteil zu den Albinos dar.

Ein schwarzer Panther ist ein Leopard mit einer durchgängig schwarzen Fellfärbung.
Ein schwarzer Panther ist ein Leopard mit einer durchgängig schwarzen Fellfärbung.

Ist etwa die Beschuppung oder Behaarung eines Tieres schwarz gefärbt - weist also eine von der Norm abweichende, extrem dunkle Pigmentierung auf -, spricht man in Fachkreisen von Melanismus. Für eine derartige Schwarzfärbung ist eine hohe Ablagerung an Melaninen (schwarzen Pigmenten) verantwortlich.

Was ist unter einem Albino-Gegenteil zu verstehen?

Im Gegenteil zu einem Albino, der keinerlei dunkle Pigmente aufweist, weisen melanistische Tiere eine außergewöhnlich hohe Ablagerung solcher Male auf.

  • Eine Schwarzfärbung bei Tieren kann sowohl genetisch bedingt als auch durch eine Veränderung von Umwelteinflüssen wie beispielsweise verstärkte Sonneneinstrahlung oder eine höhere Luftfeuchtigkeit ausgelöst werden.
  • Rein schwarze, komplett dunkel pigmentierte Tiere nennt man auch Schwärzlinge. Hierzu zählen beispielsweise schwarze Jaguare (Panther) oder Rappen (Pferde).
  • Im Tierreich werden drei Arten von Melanismus unterschieden. Hierbei kommt es auf die Art und Weise der Abweichung von der Normfarbgebung einer Tierart an.
  • Tiere, bei denen lediglich neuartige dunkelfarbige Zeichenelemente auftauchen, zählen zu einer speziellen Form des Melanismus - dem sogenannten Abundismus.
  • Wenn hingegen lediglich schon bestehende, verdunkelte Zeichenelemente größer als üblich ausfallen, zählen sie zum Nigrismus.
  • Das deutlichste Albino-Gegenteil stellen rein schwarze Tiere dar, bei denen eine komplette Verdunkelung stattgefunden hat. Diese werden in Fachkreisen dem Skotasmus zugeordnet.
  • Bei der Gelbgrünen Zornnatter können beispielsweise zwei Formen des Melanismus auftreten. Statt der üblichen blauschwarzen Rückenfärbung mit gelben Malen treten auch völlig schwarz gefärbte Schlangen (Skotasmus) - vorzugsweise in alpinen Gebieten - auf. Durch die Schwarzfärbung können die Tiere beim Sonnenbaden mehr Wärme aufnehmen. Abundistische Nattern sind hingegen nicht gänzlich schwarz pigmentiert, sondern weisen lediglich mehr dunkle Flecken als die üblichen Gelbgrünen Zornnattern auf.

Melanismus entsteht infolge einer rezessiven Genmutation

Die Farbgebung von einem Albino-Gegenteil entsteht infolge einer Genmutation.

  • Für die Schwarzfärbung eines Tieres ist ein dominant-rezessives Gen, das von beiden Elternteilen an den Nachwuchs vererbt wird, verantwortlich. Dies sorgt dafür, dass der Farbschlag des Nachwuchses von der Norm abweicht. Bei einer rezessiven Genmutation werden mehr dunkle Pigmente als bei der jeweiligen Tierart üblich gebildet.
  • Der Fachterminus hierfür lautet also Melanismus. Eine derartige dunkle Pigmentierung kann es bei allen Tierarten geben, die nicht bereits von Natur aus schwarz sind. Beim Menschen gibt es hingegen keinerlei derartige Genmutation: Schwarz ist eine übliche Hautfärbung der Menschheit. Europäer, denen eine weiße Hautfarbe eigen ist, weisen eine Art des Albinismus auf, der für die atypische Weißfärbung der Haut verantwortlich ist.
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