Was AEDL 13 bedeutet

1993 hat Professor Dr. rer. cur. Monika Krohwinkel das Pflegekonzept AEDL 13 veröffentlicht.

  • AEDL 13 bedeutet "Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens". AEDL ist eine Skala, die mit verschiedenen Pflegebedürftigkeiten gefüllt ist. Die Skala beginnt bei 1 (kommunizieren können) bis 13 a (Sterbephase und Tod).
  • Monika Krohwinkel war Krankenschwester und befasste sich mit wissenschaftlichen Studien über die ganzheitlich-rehabilitierende Prozesspflege. Als Beispiel wurden Apoplexiekranke (Schlaganfall) gewählt.
  • Vorausgegangen ist die ADL (Activities of Daily Living - Aktivitäten des Tages), das vom Kuratorium der Deutschen Altershilfe favorisiert wurde.
  • Aus Erfahrungen der letzten Jahrzehnte wissen Experten, dass zur Gesundung und zum Leben eines jeden Menschen nicht nur die Sicherheit und Zuversicht gehören. Wichtig sind auch existenzfördernde Erfahrungen, ein unabhängiges Denken im Tun, das alleinige Handeln, das Entscheiden sowie das Wohlbefinden und die Gefühle. Dazu gehören die Geborgenheit, die Zuwendung und Zugehörigkeit sowie die Wertschätzung.
  • Pflegekräfte werden darin ausgebildet, die Bedeutung des Lebens zu erkennen und anhand eines Erstgesprächs die Sorgen, Ängste und Verluste zu dokumentieren. Die Gründe für Hoffnung und Freude, aber auch der erlittene Verlust  werden ebenso erfasst.
  • Die Fachkräfte führen Schmerzprotokolle und können die verschiedenen Formen von Schmerzen erkennen und an den Arzt weitergeben und beschreiben.

Danach richtet sich der Pflegebedarf

Um die existenzfördernden Erfahrungen zu machen, benötigt jeder Mensch Ressourcen und Fähigkeiten, damit er damit umgehen kann. Das Alter spielt dabei keine Rolle.

  • Deshalb richtet sich der Pflegebedarf immer nach der sozialen Kommunikation, der Körperhygiene und Ernährung, der Motorik und Mobilität sowie dem Bedarf an Hilfe.
  • ADL heißt das Essen und Trinken, das Sich-selbst-pflegen-Können, eine sichere Umgebung, das An- und Auskleiden. Auch die tägliche Ausscheidung wird dokumentiert. Besteht beispielsweise eine Verstopfung oder eine Inkontinenz?
  • AEDL 13 geht weiter über die Bewegung und das Sich-selbst-pflegen-Können hinaus. Dazu gehören die Kommunikation, die vitalen Funktionen des Lebens aufrechtzuerhalten, das Sich-beschäftigen-Können, die sozialen Bereiche sichern zu können und mit den existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen zu können.

AEDL 13 ist ein Modell. Immer wieder werden Studien zur Weiterentwicklung des Modells verfolgt. Das Bundesministerium für Gesundheit fördert dieses Konzept.

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