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Silikatdispersionsfarbe - Hilfreiches

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Selber zu renovieren, kann viel Spaß machen.
Selber zu renovieren, kann viel Spaß machen.
Es macht Spaß, bei Renovierungen selber den Malerpinsel zu schwingen. Aber standen Sie als Laie nicht auch schon einmal vor dem schier unüberschaubaren Regal an unterschiedlichen Wandfarben im Baumarkt und waren von den vielen verschiedenen Bezeichnungen verwirrt? Silikatdispersionsfarbe ist ein solcher Kandidat mit kryptisch anmutendem Namen. Wann und wozu können Sie diese Wandfarbe benutzen?

Silikatdispersionsfarbe können Sie für Innenräume nutzen

  • Bei Silikatdispersionsfarbe handelt es sich um einen Wandanstrich, der für Innenräume geeignet ist. Sie können hiermit beispielsweise sehr gut über eine zuvor verputzte Wand streichen.
  • Der Name der Wandfarbe mag Ihnen auf den ersten Blick sehr kryptisch erscheinen, doch seine Zusammensetzung wird Ihnen schnell deutlich, wenn Sie die Farbbezeichnung einmal in ihre einzelnen Wortbestandteile zerlegen.
  • Das Bindemittel des Anstriches ist Silikat, also ein mineralischer Stoff - namentlich handelt es sich hierbei zumeist um das sehr kieselsäurehaltige Bindemittel Kaliwasserglas.
  • Mit dem Begriff Dispersion ist nichts anderes gemeint als ein Gemisch der verschiedenen Bestandteile der Farbe - unter anderem des Bindemittels. Andere Stoffe sind beispielsweise Lösungsmittel oder die Pigmente, die Ihrem Anstrich seine Farbigkeit geben.

Das sind die Vorteile der Farbe

  • Besonders bei Neubauten wird für den Erstanstrich oft Silikatdispersionsfarbe empfohlen. Dies hat den Grund, dass diese Farbe sehr widerstandsfähig ist und sehr gut auf eine Kalk-Zement-, Kalk-Gips- oder auch eine reine Kalkputzwand aufgetragen werden kann.
  • Durch seine chemische Zusammensetzung verbindet sich die Farbe außerordentlich gut mit dem Untergrund und haftet dauerhaft auf ihm. Wenn Sie später einmal Ihre Wohnung neu streichen möchten, haben Sie mit diesem Anstrich bereits eine sehr gute Grundlage geschaffen, ohne dass Ihnen beim Renovieren die alte Farbe abblättert.
  • Sie können sich dies so vorstellen, als würde die Farbe nicht nur einfach auf Ihrer Wand draufliegen, sondern sich regelrecht untrennbar mit dem Untergrund verbinden. Im Fachjargon nennt man diesen Vorgang Verkieselung. 
  • Zudem sind Silikatdispersionsfarben aufgrund ihrer Zusammensetzung als alkalisch anzusehen, wodurch sie leicht desinfizierend wirken und daher ein natürlich gesundes Klima in den damit gestrichenen Räumen erzeugen können. Auch sind die Farben wasserdampfdurchlässig und können so einer Bildung von Schimmel vorbeugen.

Beachten Sie die Nachteile der Farbe

  • Der Vorteil der guten Haftung der Farbe ist gleichermaßen auch ihr größter Nachteil. Möchten Sie diese Farbe irgendwann wieder komplett von Ihrer Wand entfernen, bekommen Sie ein Problem, da die Farbe quasi mit dem Untergrund verschmolzen ist. Ihnen bleibt dann nichts anderes übrig, als die oberste Schicht des Putzes mühevoll abzuschlagen.
  • Nachteilig ist auch, dass Sie die Farbe nicht verwenden können, wenn der Untergrund lediglich aus Gips oder Gipskartonplatten - auch als Rigipsplatten bekannt - besteht, da die Farbe hierauf nicht haftet.
  • Viele übliche Baumärkte führen keine Silikatdispersionsfarben, da die Verwendung für den Laien im Vergleich zu anderen Farben eher unüblich ist.
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