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Schlechtes Abitur - so machen Sie das Beste daraus

Ist für zulassungsbeschränkte Studiengänge die Bewerbungsfrist abgelaufen, beginnt für Abiturienten bundesweit die unangenehme Zeit des Wartens. Es ist nicht sicher, ob sie eine positive Nachricht von ihren Hochschulen und damit einen Studienplatz bekommen. Ein schlechtes Abitur kann zur Folge haben, dass sie aufgrund der Zulassungsbeschränkungen keine Chance haben. Dennoch bedeutet eine Absage nicht gleich das Ende aller Studienträume.

Studium - Lernen in der Gruppe
Studium - Lernen in der Gruppe

Der Konkurrenz um die besten Studienplätze ist groß. Das gilt vor allem für begehrte und dadurch zulassungsbeschränkte Studiengänge. Können Sie Ihr Wunschfach an keiner Universität belegen, gibt es zum Studieren viele Alternativen.

Schlechtes Abitur - auf NC-freie Studiengänge ausweichen

  • Mehr als ein Drittel der fast 9.000 grundständigen Studiengänge werden Ihnen an deutschen Hochschulen ohne Zulassungsbeschränkungen angeboten. Als Abiturient können Sie sich dort bis zum Beginn des Semesters unabhängig von Ihrer Abiturnote einschreiben.
  • Sie finden alle freien Studiengänge (NC-frei) in der Online-Datenbank von Hochschulkompass. Zu den NC-freien Angeboten gehören viele zulassungsfreie Informatik-Studiengänge sowie Studienplätze in den Fächern Physik und Mathematik. Ein schlechtes Abitur bildet hier kein Einschreibehindernis.
  • Traditionell sind Berliner Hochschulen sehr begehrt. Die Wahrscheinlichkeit einer Absage ist entsprechend hoch. Schon im näheren Umland, dem Bundesland Brandenburg, sind die Chancen bedeutend größer, da hier nur etwa mehr als ein Drittel der Studienfächer zulassungsbeschränkt ist. Viele Bachelorprogramme sind an der BTU Cottbus sogar frei zugänglich.
  • Als Quereinstieg empfehlen Ihnen Experten, sich für ein Studium einzuschreiben, welches Ihrem Wunschfach ähnelt. Nur so können Sie Leistungspunkte im regulären Stundenplan erwerben und sich später unter Umständen umschreiben.

Studienplatz einklagen oder das Glück erzwingen

  • Wenn ein schlechtes Abitur eines Bewerbers ein alleiniger Ablehnungsgrund darstellt, obwohl die Hochschule über freie Kapazitäten verfügt, so können Sie eine Kapazitätsklage veranlassen.
  • Das Gericht überprüft die Hochschule, ob sie tatsächlich keine Studierende aufnehmen könnte. Stellt das Gericht freie Kapazitäten fest, muss die Universität Sie als klagenden Bewerber aufnehmen. Allerdings kostet Sie das Verfahren rund 3.000 Euro. Einen garantierten Erfolg gibt es außerdem nicht. Doch ist die Erfolgsquote mit rund 90 Prozent recht hoch.
  • Möchten Sie einen Klageweg für sich ausschließen, starten Sie Ihre Studienbewerbung im Internet. Auf dem Portal "Freie Studienplätze" finden Sie deutschlandweit alle offenen Studienplätze. Aufgrund von Mehrfachbewerbungen bleiben regelmäßig Kapazitäten frei.
  • Wollen Sie das Glück zwingen, können Sie am Losverfahren teilnehmen, um einen Studienplatz zu ergattern. Sie müssen sich dafür noch einmal bewerben. Ein schlechtes Abitur spielt hier keine Rolle.

Haben Sie einen Studienplatz erhalten, beginnt ein Studienalltag, der höhere Anforderungen als die bisherige Schule stellt. Ab jetzt lernen Sie wirklich für das Leben.

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