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Noch nicht gefundene Schätze - so können Sie zum Schatzsucher werden

In Deutschland begeben sich schätzungsweise mehr als 30.000 Menschen regelmäßig auf Schatzsuche. Die meisten davon tun das illegal. Bei Archäologen sind die Hobby-Schatzsucher nicht gern gesehen, da sie nicht nur Fundstücke an sich bringen, sondern auch den Fundort zerstören. Wer noch nicht gefundene Schätze auf legale Weise heben möchte, der kann das mit entsprechenden Genehmigungen oder beruflich tun.

Für Feldarchäologen gehören auch einfache Scherben zu den Schätzen.
Für Feldarchäologen gehören auch einfache Scherben zu den Schätzen.

Zu den exklusiven Fundstücken einer Raubgrabung der vergangenen Jahre gehört die Himmelsscheibe von Nebra sowie der Schatz der Wettiner. Glücklicherweise konnte das Verschwinden in eine Privatsammlung verhindert werden. Doch viele kleinere, scheinbar unbedeutende Funde finden ihre Käufer und bleiben der Öffentlichkeit sowie der wissenschaftlichen Auswertung durch Fachleute verborgen.

Schatzsucher in einem Grabungsunternehmen werden 

Wenn Sie noch nicht gefundene Schätze beruflich entdecken möchten, bietet Ihnen der Beruf des Feldarchäologen beste Voraussetzungen. Immer dann, wenn eine Straße, eine Erdgasleitung oder ein Gebäude gebaut wird, treten die Mitarbeiter spezieller Grabungsunternehmen in Aktion. Erst werden Luftbilder und andere Dokumente ausgewertet. Danach werden Verdachtsflächen angelegt.

  • Um in einem Grabungsunternehmen arbeiten zu können, muss Sie nicht unbedingt ein Studium der Archäologie absolvieren. Nach Abschluss eines handwerklich-technischen Ausbildungsberufes können Sie sich zum Grabungstechniker weiterbilden.
  • Studienanbieter für diese sehr praxisbetonte Ausbildung sind unter anderem archäologische Denkmalämter (Berufsabschluss Geprüfter Grabungstechniker) oder die Hochschule FHTW in Berlin (Berufsabschluss Diplom-Ingenieur für Grabungstechnik). Nach Ausbildungsabschluss sind Gehälter von um die 2.000 Euro realistisch. Als freier Unternehmer können Sie Ihren Lohn selbst aushandeln.
  • In einem Unternehmen für Grabungstechnik arbeiten neben Archäologen und Grabungsingenieuren auch Zeichner und Grafiker sowie Grabungsarbeiter und -helfer. So bieten sich für ein breit gestreutes Berufsspektrum Einsatzmöglichkeiten an, bei der Entdeckung noch nicht gefundener Schätze mitzuwirken.  

Als freiwilliger Grabungshelfer noch nicht gefundene Schätze bergen 

  • Für Grabungen werden sehr oft freiwillige Helfer eingesetzt. Sie finden Informationen zu möglichen Ausgrabungen online oder direkt bei einem Landesamt für Denkmalpflege. Sie werden für die Ausgrabung von Fachpersonal eingearbeitet, angeleitet und betreut.
  • Sie legen selbst fest, welche Arbeiten Sie übernehmen möchten. Zur Auswahl stehen übliche anfallende Arbeiten wie zum Beispiel Erdreich abtragen, Bergen und Einmessen von Fundstücken oder auch zeichnerische Dokumentationen. 
  • Als freiwilliger Grabungshelfer sollte Ihnen die Ausgrabung Freude machen und keine Belastung sein. Oftmals sind die Ferienzeiten im Juli/August stark nachgefragt. Mit einer leistungsgerechten Entlohnung dürfen Sie nicht rechnen. Als ehrenamtlicher Helfer sind Sie allerdings unfallversichert. 

Die Tätigkeit als freiwilliger Grabungshelfer wird Ihnen mit Sicherheit interessante Eindrücke von der archäologischen Feldarbeit liefern. Sie helfen auf legale Weise bei der Bergung noch nicht gefundener Schätze. Sie können auf diese Weise auch feststellen, ob Ihnen eine berufliche Schatzsuche in freier Natur und bei jedem Wetter liegt.

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