Sie lieben Ihre Rosen, hegen und pflegen sie - und trotzdem stimmt etwas nicht: Die Blätter verfärben sich, fallen ab, die Pflanzen kränkeln ganz offensichtlich. Das Krankheitsbild besagt: Rosenrost. Und nun? Gleich zur Chemie greifen oder gibt es auch Hausmittel ?
- 22.02.2011 Ilka Sehnert
- Rosenrost ist ( wie Mehltau und Sternrußtau ) eine leider weit verbreitete Pilzerkrankung bei Rosen. Die Ursache dieser Erkrankung liegt in Pilzsporen, die auf abgefallenen Blättern auch überwintern und damit die Pflanze immer wieder neu infizieren können. Dazu kommt unter Umständen Kaliummangel.
- Das Krankheitsbild sieht folgendermaßen aus: Auf den Unterseiten der Blätter bilden sich zuerst gelbe Pusteln, die später über Braun in Schwarz übergehen. Später bilden sich auch auf der Oberseite der Blätter Flecken.
Ob Hausmittel zum Eindämmen des Befalls genügen
- Ganz klar: Nein. Verhindern können Sie den Befall damit meist nicht. Rosenrost ist besonders bei empfindlichen Rosensorten sehr hartnäckig. Was Sie mit sogenannten Hausmitteln erreichen können, ist aber dennoch eine Möglichkeit, den Befall ein wenig zu reduzieren, indem Sie die Pflanzen stärken und zumindest die Weiterverbreitung unterbinden.
- Das Naheliegendste: Entfernen Sie die befallenen Blätter regelmäßig. Lassen Sie auch im Herbst keine der herabgefallenen Blätter liegen, denn die Pilzsporen überwintern auf ihnen. Vernichten Sie die abgesammelten und entfernten Blätter, auf keinen Fall dürfen von Rosenrost befallene Pflanzenteile auf den Kompost.
- Haben Sie unter Ihren Pflanzen welche, die immer wieder und besonders stark befallen sind, dann trennen Sie sich von ihnen, auch wenn es schwer fällt. Sie vermindern dadurch das Übergreifen auf Ihre anderen Rosen.
- Beseitigen Sie Kaliummangel mit geeigneter Düngung.
Gießen gegen Rosenrost
- Vorbeugend und zur Stärkung der Widerstandskraft hat sich das Gießen der Rosen mit einer Brühe aus Ackerschachtelhalm als halbwegs wirksames Mittel erwiesen. Dafür kommt ca. 1 kg frischer Ackerschachtelhalm auf 10 Liter Wasser. Später wird 1:4 verdünnt. Mit diesem Mittel können Sie neben dem vorbeugenden Gießen auch bei Befall spritzen.
- Wenn Sie den Begriff "Hausmittel" etwas weiter fassen wollen - und das ist hier wirklich empfehlenswert - dann können Sie auch mit Mitteln arbeiten, die der biologische Gartenbau verwendet. Gegen Rosenrost gibt es zum Beispiel das Präparat Oscorna-Bio-S, mit dem Sie regelmäßig Ihre Rosen spritzen können.
- Erwarten Sie dennoch keine Wunder. Meist ist Rosenrost doch so hartnäckig, dass Sie Schwefelpräparate einsetzen müssen. Aber durch das penible Entfernen der befallenen Pflanzenteile sowie das vorbeugende Kaliumdüngen und das Gießen mit Schachtelhalmsud können Sie zumindest dazu beitragen, dass die Krankheit in einem halbwegs übersichtlichen Rahmen bleibt.
- Achten Sie bei der Anschaffung neuer Pflanzen einfach darauf, dass diese das Merkmal "wenig anfällig für Rost, Mehltau, Sternrußtau" aufweisen. Bei Katalogpflanzen steht das meist daneben. Kaufen Sie beim Gärtner, wird der Ihnen Empfehlungen geben. Das bedeutet fast nie, dass Ihre so gewählten Rosen gar nicht krank werden, aber zumindest können Sie von einer geringeren Anfälligkeit ausgehen.