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Geld vom Sparkasse-Sparbuch abheben - so geht's

Das Sparbuch bei der Sparkasse ist die klassische Art und Weise, Geld sicher zu verwahren. Wenn Sie Geld abheben möchten, sollten Sie wissen, dass Sie einige Regeln und Beschränkungen einhalten müssen.

Sparbücher dienen nur der Geldverwahrung.
Sparbücher dienen nur der Geldverwahrung.

Die Verzinsung auf einem Sparbuch bei der Sparkasse ist minimal. Dennoch haben viele Bundesbürger ihr Geld auf einem Sparbuch deponiert. Vor allem Sparkasse und Volksbank gelten als vertrauenswürdige Institution.

Sparbuch ist ein Inhaberpapier

  • Das Sparbuch ist ein sogenanntes Inhaberpapier. Derjenige, der das Sparbuch in Händen hält und bei der Sparkasse zum Geld abheben vorlegt, gilt grundsätzlich als Berechtigter.
  • Auch wenn Ihr Name im Sparbuch vermerkt ist, kann jeder andere, der das Sparbuch in der Hand hat und vorlegt, Geld abheben. Die Sparkasse prüft im Regelfall nicht, ob die Person, die das Sparbuch vorlegt, tatsächlich auch der berechtigte Inhaber des Sparbuchs ist. Nur bei offensichtlichen Zweifeln, wird die Sparkasse beim Eigentümer nachfragen, ob alles seine Ordnung hat.
  • Sie können auf Ihrem Sparbuch natürlich beliebig hohe Geldbeträge verwahren. Nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen dürfen Sie aber nur begrenzte Beträge innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums wieder abheben.
  • Die Sparkasse begründet diese Beschränkung damit, dass Sie als Inhaber des Sparbuchs Zinsen bekommen. Diese Zinsen bekommen Sie nur, wenn Sie Ihr Geld über einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung der Sparkasse auf dem Sparbuch stehen lassen. 

Die Sparkasse schränkt Ihre Verfügungsbefugnis ein

  • Demgemäß steht im Regelfall auf der vorletzten Seite Ihres Sparbuchs der Hinweis, das Sie innerhalb von drei Monaten maximal 2000 € von Ihrem Sparbuch abheben dürfen.
  • Dazu müssen Sie das Sparbuch persönlich in der Sparkasse am Schalter vorlegen.
  • Die Zinsen werden einmal im Jahr berechnet und bei Vorlage am Schalter der Sparkasse berechnet und Ihrem Sparbuch gutgeschrieben.
  • Benötigen Sie mehr Geld als 2.000 €, müssen Sie Strafzinsen bezahlen.
  • Benötigen Sie Ihr gesamtes Sparguthaben, können Sie das Sparbuch mit drei Monaten Frist kündigen.
  • Sie können das Geld nicht von Ihrem Sparbuch auf ein Girokonto überweisen, ebenso wenig können Sie Geld von Ihrem Girokonto auf das Sparbuch überweisen.

Geld besser auf Tagesgeldkonto anlegen und jederzeit abheben

  • Wenn Sie Ihr Geld tatsächlich zinsbringend anlegen möchten, sollten Sie zumindest auf ein Tagesgeldkonto ausweichen. Jede Sparkasse bietet Tagesgeldkonten an. Dort werden Ihnen im Regelfall wesentlich höhere Zinsen angeboten als die, die Sie auf Ihrem Sparbuch erhalten.
  • Das Guthaben auf einem Tagesgeldkonto ist tagtäglich ohne jede Kündigungsfrist verfügbar, so dass Sie dort wesentlich disponibler sind als mit Ihrem herkömmlichen Sparbuch. Kontoführungsgebühren fallen nicht an.
  • Das Geld wird auch nicht für spekulative Zwecke eingesetzt und ist genauso sicher verwahrt wie auf einem Sparbuch. Die Zinsgutschrift erfolgt meist jedes Quartal, so dass Sie vom Zinseszinseffekt profitieren.
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