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Epigramme von Goethe und Schiller

Goethe und Schiller haben in Schillers letztes Lebensjahren gemeinsam die ästhetischen Grundsatzfragen der epischen und dramatischen Dichtung erörtert und sich wohl auch gerade durch passionierte Diskussionen gegenseitig zu großen Leistungen animiert. Ihre Epigramme sind sehr bekannt.

Durch Geschriebenes können Sie sich noch Jahrhunderte später Zeitreisen unternehmen.
Durch Geschriebenes können Sie sich noch Jahrhunderte später Zeitreisen unternehmen.

Das drücken Epigramme aus

  • Die Bedeutung des Begriffs Epigramm lässt sich aus dem Griechischen ableiten: Epigramma bedeutet die Aufschrift. Die ursprüngliche Verwendung des Wortes Epigramm kennt man als Bezeichnung von Grabinschriften. Doch später wurde das Wort auch dazu genutzt, Gedichte zu beschreiben.
  • Vor allem wird die Bezeichnung Epigramm dann benutzt, wenn der Poet oder Schriftsteller versucht hat, mit Epigrammen auf gewisse Verhaltensweisen der Menschen hinzuweisen. Epigramme waren sozusagen eine poetische und zurückhaltende und doch zwischen den Zeilen durchaus offene und verständliche, gar klare Kritikmöglichkeit. Durch Epigramme konnte der Dichter einem anderen Menschen gewisse Verhaltensweisen vorhalten, ohne gleich dafür abgestraft zu werden.

Der Aufbau von Epigrammen

  • Das Gedicht ist in der Regel kurz und einfach aufgebaut. Zunächst wird zum Beispiel ein gewisser Charakterzug an einer bestimmten Person festgestellt. Das Ganze kann auch allgemein gehalten sein.
  • Es muss also nicht immer direkt eine bestimmte Person gemeint sein. Es ist auch möglich, dass der Dichter, an einem gewissen sozialen Allgemeinzustand oder Ähnlichem Kritik nehmen oder die Menschen aufrütteln möchte. Dies geschieht noch wertungsfrei. Dann kommentiert der Poet das Geschriebene, um im Anschluss das Gedicht mit einer Pointe enden zu lassen.

Die Epigramme von Goethe und Schiller

  • Goethe und Schiller haben viel zusammen gearbeitet, obwohl sie sich jahrelang fremd waren, sich tatsächlich nicht wirklich mochten. Schiller beschrieb Goethe sogar mal als unglücklich machenden Egoisten. Dennoch war ihre spätere Zusammenarbeit nach ihrer Aussprache im Jahre 1794 erfolgreich. Sie waren bis zu Schillers Tod im Jahre 1805 befreundet.
  • In die "Würde des Menschen" aus der Sammlung von Epigrammen der Dichter Goethe und Schiller geht es beispielsweise darum, dass Menschen in Armut nicht nur auf Essen und Heimat bzw. ein Zuhause verzichten müssen, sondern durch all diese Entbehrungen auch Ihre Menschenwürde verlieren.
  • Die Dichter waren der Meinung, dass ein Mensch diese Würde automatisch wiedererlangen würde, sobald man ihm Essen, Unterkunft und Kleidung geben würde. Schön drückt dies der Schlusssatz „habt ihr die Blöße bedeckt, gibt sich die Würde von selbst" aus.
  • Goethe und Schiller machten sich außerdem einen Spaß daraus, bereits existierende Epigramme zu überarbeiten. So entstand zum Beispiel das Epigramm "Guter Rath", in dem sie Wörter auswechselten.
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