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Entschuldigung ohne Rechtfertigung - so geht's

Entschuldigung oder Rechtfertigung? Welches Verhalten ist angebracht? Wie können Sie eine Weiterbildung Ihrer Rechtfertigungsmuster vornehmen und wie kann eine pure Entschuldigung gelingen?

Bilder und kleine Aufmerksamkeiten lösen mehr Gefühle aus als Worte.
Bilder und kleine Aufmerksamkeiten lösen mehr Gefühle aus als Worte. © Rainer_Sturm / Pixelio

Entschuldigung vs. Rechtfertigung

Sie haben einen Fehler gemacht. Nun können Sie als Konsequenz wählen zwischen reifen und unreifen Methoden:

  • Unreif wäre den Fehler zu verleugnen oder versuchen ihn zu vertuschen. Seien Sie stark. Jeder macht mal Fehler. Entschuldigen Sie sich von ganzem Herzen. Oder tun Sie es nicht, wenn es Ihnen nicht Leid tut. Rechtfertigen Sie sich nur, wenn es sein muss.
  • Eine Entschuldigung sollte würdevoll geschehen. Machen Sie sich nicht kleiner, als Sie sind und entschuldigen Sie sich deutlich für den Fehler und das Verhalten, das diesen auslöste. Sie sind nicht als Mensch an sich fehlerhaft!
  • Rechtfertigung zeigt meist, dass Menschen nicht zu Ihrem Fehler stehen und versuchen die Verantwortung dafür auf äußere Umstände oder andere Personen abzugeben. Ist dies wirklich ein erwachsenes und starkes Verhalten? Wollen Sie als authentischer Mensch oder als Opfer der Gegebenheiten gesehen werden?

In seltenen Fällen ist eine Rechtfertigung aber auch notwendig: Wenn Sie wirklich der festen Überzeugung sind, keinen Fehler gemacht zu haben, sondern aufgrund der Situation die beste Lösung gefunden zu haben. Beschreiben Sie in dem Fall die Situation Ihre Überlegungen und Ihr daraus folgendes logische Verhalten.

Weiterbildung  - weg von alten Verhaltensmustern

  • Eine Entschuldigung zeigt: Ich habe verstanden, dass ich einen Fehler gemacht habe, ich bin stark genug, um das zuzugeben und bin zudem auch bereit und fähig eine Weiterbildung meiner Handlungen vorzunehmen. Diese Tat und diese Einstellung verdienen Respekt.
  • Zeigen Sie, dass es Ihnen leid tut und geben Sie mit Ihrer Entschuldigung eine kleine Wiedergutmachung oder die Aussicht darauf mit. Das erzeugt in Ihrem Gegenüber Rührung und die Gewissheit, dass Sie Reue empfinden. Ihr Gesprächspartner wird die Wiedergutmachung eventuell ausschlagen und dennoch dieses Gefühl behalten.

Anders sieht es bei dem einfachen Mittel Rechtfertigung aus: Überlegen Sie genau, ob Sie eine Rechtfertigung oder eine Entschuldigung abgeben wollen. Es lohnt sich, über den eigenen Schatten zu springen und eine Weiterbildung in Angriff zu nehmen. Auf lange Sicht werden Sie sich durch dieses Verhalten ein faires Umfeld, das Sie respektiert, aufbauen.

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