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Dosenbier kaufen - das sollten Sie dabei beachten

In den 1990er Jahren war das Dosenbier bei Konsumenten äußerst beliebt: Es war günstiger; als die geführten Flaschenbiere und ließ sich einfacher transportieren. Doch seit der Einführung des sogenannten Einwegpfands auf Dosenbier kaufen immer weniger Verbraucher Bier in Dosen. Zudem müssen Sie, falls Sie sich für den Kauf eines Dosenbiers entscheiden, mit geschmacklichen Einbußen rechnen: Dosenbier erreicht bei Weitem nicht das Geschmacksniveau wie das eines Flaschenbieres.

Im Jahre 2003 wurde das Einwegpfand eingeführt.
Im Jahre 2003 wurde das Einwegpfand eingeführt.

In Deutschland wurde durch die Brauerei Beck's im Jahre 1953 das erste Dosenbier eingeführt - in Amerika hingegen wurde schon 30 Jahre zuvor das erste Dosenbier vertrieben.

Einwegpfand auf Dosenbier

  • Dosenbiere erhalten Sie in der Regel in 0,33 l oder in 0,5 l Dosen. Nur vereinzelt werden Ihnen Biersorten wie beispielsweise das Faxe Bier auch in 1 Liter Dosen angeboten. In Deutschland erhalten Sie nahezu alle gängigen Flaschenbiere auch in Dosen.
  • Dosenbier statt Flaschenbier zu kaufen, birgt gleich zwei Vorteile: Zum einen ist der Transport einer Palette Dosenbier einfacher zu handeln; als beispielsweise eines Kastens und Sie benötigen zudem weniger Platz für die Bierlagerung. 
  • Bedenken Sie jedoch beim Einkauf von Dosenbier, dass eine einfache Entsorgungsmöglichkeit mit der Einführung des Einwegspfands nicht mehr gegeben ist. Bierdosen müssen Sie - wie gewöhnliche Einwegflaschen auch - in den Pfandrückgabeautomaten gegeben werden, um Ihr vorab geleistetes Dosenpfand zurückzuerhalten. 
  • Clevere Verbraucher, die ein Dosenpfand umgehen wollen, kaufen Ihr Dosenbier in Deutschlands Nachbarländern wie Belgien oder die Niederlande. Denn dort wird bis dato auf Dosenbiere noch keinerlei Einwegpfand erhoben; die Dosen können nach Entleerung einfach in den Abfalleimer wandern. Lediglich in Dänemark wird ebenso ein Pfand auf Einwegverpackungen erhoben. 

Der Einsatz von Flaschenbieren - insbesondere auf größeren Festlichkeiten - birgt immer die Gefahr, dass Flaschen zu Bruch gehen und Gäste sich an den Scherben verletzen können. Dosenbiere hingegen bieten hierzu eine gute Alternative; sie bergen keinerlei Verletzungsgefahr.

Verbraucher müssen geschmackliche Abstriche hinnehmen

Dosenverpackungen bestehen entweder aus Weißblech oder aus Aluminium.

  • In Deutschland werden in der Regel alle Dosenbiere pasteurisiert. Flaschenbiere hingegen müssen diesem Prozess nicht unterzogen werden. Im Rahmen der Pasteurisierung büßt das Bier an Geschmack ein.
  • Ist das Dosenbier abgefüllt, wird es samt Dose auf über 70° erhitzt. Dies ist nötig, da die Dosen vor ihrer Abfüllung nicht gereinigt werden. Flaschen werden vor ihrer Befüllung jedoch gereinigt; von daher müssen Flaschenbiere nach ihrer Abfüllung nicht mehr pasteurisiert werden. 
  • Der Vorgang der Pasteurisierung zieht gleich zwei Nachteile nach sich: Zum einen wird hierdurch der Alterungsvorgang des Bieres forciert und zum anderen nimmt dessen Trübung zu. Diesen sogenannten "Alterungsgeschmack", auch unter dem Fachbegriff Pasteurgeschmack bekannt, erkennen Sie als fachkundiger Biergenießer sofort.

Fazit: Auch auf Dosenbier müssen Sie ein Einwegpfand zahlen, besitzen jedoch den Vorteil, dass es sich leichter lagern und transportieren lässt. Wohnen Sie grenznah, können Sie Dosenbier auch ohne Dosenpfand kaufen. Beim Biergenuss müssen Sie allerdings geschmackliche Einbußen in Kauf nehmen.

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