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Diamanten in Deutschland - wo sich die Edelsteinjagd lohnt

Die Suche nach Diamanten dürfte sich in Deutschland mangels echter Lagerstätten sehr schwierig gestalten. Fundorte gibt es dennoch, unter anderem nahe der Talsperre Saidenbach bei Forchheim und im Nördlinger Ries. Sie sollten sich die glitzernden Steine nicht zu groß vorstellen, meist handelt es sich um sogenannte Mikrodiamanten.

Diamanten lassen sich alterantiv auch künstlich erzeugen.
Diamanten lassen sich alterantiv auch künstlich erzeugen.

In der Geschichte der Menschheit hat kaum etwas so wie Gold und Diamanten die Menschen fasziniert. Während sie bei den Urvölkern in der Vergangenheit lediglich als Schmuck und Kultstücke Bedeutung erlangten, änderte sich das mit der Sichtweise der Europäer. Für die Europäer bedeuteten Gold und Edelsteine immer Macht und Reichtum.

Diamanten - Fundorte auf allen Kontinenten

In Deutschland ist die erfolgreiche Suche nach richtig wertvollen Diamanten so gut wie aussichtslos. Das gilt eigentlich für den größten Teil des Territoriums von Europa.

  • Die größten Diamantenlagerstätten befinden sich in Russland und Afrika. Bekannte Staaten für Funde sind Südafrika, Angola, Namibia, Botswana und die Demokratische Republik Kongo. Doch auch in Kanada, Australien und in Brasilien wurden und werden Diamanten gefunden.
  • Mehr als 500 Fundorte sind bekannt. Für den ältesten bekannten Diamantstein wurde ein Alter von etwa 4,25 Milliarden Jahren ermittelt.
  • Bei den deutschen Diamantsteinen im Nördlinger Ries handelt es sich um außerirdische Mikrodiamanten, deren Entstehung mit einem Asterioden-Absturz auf die Erde in Zusammenhang stehen soll. Die in der Nähe der Talsperre Saidenbach gefundenen Diamantsteine sind irdischen Ursprungs. 
  • Edel- und Schmucksteine haben mitunter unterschiedlich hoch oder niedrig angesiedelte …

Edelsteinjagd in Deutschland auf Szepterquarze 

Die Chancen in Deutschland echte Diamanten in verwertbaren Größen zu finden, stehen eigentlich schlecht. Die geringen Vorkommen, welche in eiszeitlichen Sedimenten aus Skandinavien, zu finden sein sollten, können kaum als Diamantenlagerstätten im eigentlichen Sinn bezeichnet werden.

  • Als Ersatz bieten sich Ihnen einige hochinteressante Vorkommen an Doppelender- und Szepterquarzen an. Diese sind außerordentlich rein und stellen so den Glanz vieler Diamanten in den Schatten. Die Fundorte der Quarze liegen im niedersächsischen Landkreis Schaumburg, nahe Rinteln. Daher auch der Name Schaumburger Diamanten. Ortsansässige Sammler nennen ihn einfach "Schaumie".
  • Das Sammeln der Schaumie ist mittlerweile an vielen Stellen stark eingeschränkt oder gar verboten. Ab Mitte der 1980er begann ein Run auf die wertvollen Minerale. Auf Natur und Wald wurde wenig Rücksicht genommen. In die Erde wurden regelrecht Tunnel gegraben, um der Schicht mit dem Quarz zu folgen, bis die Behörden das verboten. Verstöße werden mit hohen Bußgeldern geahndet.

Die Mikrodiamanten, die Sie an der Saidenbachtalsperre in Nähe von Zschopau/Erzgebirge finden können, haben eine Größe von 0,005 bis 0,05 Millimetern. Damit sind die Edelsteine in Geld ausgedrückt nicht viel wert. Aus Sicht der Wissenschaft lohnt sich die Edelsteinjagd.

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